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14.11.2013

14:07 Uhr

Aktie im Fokus

Weniger Gegenwind für Nordex

Die Aktien von Nordex haben sich deutlich erholt. Denn die Aussichten des Konzerns sind besser als erwartet. Anfang der Woche war der Kurs eingebrochen, weil die Ökostrom-Förderung eingeschränkt werden könnte.

Düstere Aussichten für Nordex: Die Förderung von Windenergie steht nach Plänen von Union und SPD vor heftigen Einschnitten. dpa

Düstere Aussichten für Nordex: Die Förderung von Windenergie steht nach Plänen von Union und SPD vor heftigen Einschnitten.

DüsseldorfFlorierende Geschäfte in Europa und prall gefüllte Orderbücher stimmen den Windturbinenbauer Nordex zuversichtlicher. Das mittelfristige Ziel eines Umsatzes in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Euro und Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von fünf Prozent will Nordex bereits im Jahr 2015 erreichen. Das sei früher als geplant, erklärte Vorstandschef Jürgen Zeschky am Donnerstag in einem Brief an die Aktionäre.

Die positiven Aussichten sorgten an der Börse für einen Kurssprung und etwas Entspannung. Die Aktie legte um mehr als sieben Prozent auf 12,50 Euro zu und pendelte später um 12,25 Euro. Die Aktie war damit der größte Gewinner im TecDax. Damit haben die Titel seit Jahresbeginn ihren Wert mehr als vervierfacht. Zu Jahresbeginn notierte die Aktie bei drei Euro.

Zuletzt hatten dagegen die Pläne von Union und SPD die Anleger vergrault. Aktien von Nordex gerieten wie die von anderen Windkraftanlagenbauern unter erheblichen Druck. Denn CDU/CSU und SPD wollen die Ökostrom-Förderung in Zukunft einschränken.

Die größten Windkraftanlagenhersteller (Ranking 2012)

Platz 10

Die Unternehmensberatung BTM Consult analysiert einmal im Jahr den weltweiten Markt für Windkraftanlagenhersteller. Auf dem zehnten Platz befindet sich in der aktuellen Rangliste, die sich auf Daten von 2012 bezieht, das chinesische Unternehmen Mingyang mit einem Marktanteil von 2,7 Prozent. Laut eigenen Angaben ist die Firma der größte nicht-staatliche Windkraftanlagenbauer von China und arbeite in Deutschland mit dem Unternehmen aerodyn Energiesysteme zusammen.

Platz 9

Auch auf dem neunten Platz ist ein chinesisches Unternehmen, wenn auch nur mit dem geringen Anteil von 3,2 Prozent: Sinovel.

Platz 8

Mit einem Marktanteil von 4,7 Prozent ist United Power auf dem achten Platz der Weltrangliste der größten Windkraftanlagenhersteller. Das Unternehmen ist wie Sinovel und Mingyang in China beheimatet.

Platz 7

6 Prozent Marktanteil hat das chinesische Unternehmen Goldwind.

Platz 6

Gamesa ist das einzige spanische Unternehmen in der Top 10-Liste der größten Windkraftanlagenhersteller der Welt. Die Firma hat ihren Hauptsitz im Baskenland in Nordspanien und hatte 2012 einen Marktanteil von 6,1 Prozent weltweit.

Platz 5

Auf dem fünften Platz befindet sich mit einem Marktanteil von 7,4 Prozent die Suzlon Group aus Indien. Im Vorjahr war sie noch auf dem sechsten Platz

Platz 4

Auch das deutsche Unternehmen Enercon kletterte weltweit in der Rangliste nach oben – vom fünften Platz 2011 ging es auf den vierten Platz 2012. Enercon hat einen Marktanteil von 8,2 Prozent, in Deutschland hat das Unternehmen dagegen einen Anteil von mehr als 50 Prozent. 

Platz 3

Auch auf dem dritten Platz der weltgrößten Windkraftanlagen befindet sich ein deutsches Unternehmen: Siemens. Sein Anteil am Weltmarkt betrug 2012 laut BTM Consult 9,5 Prozent.

Platz 2

Eine schwere Rückschlag musste im vergangenen Jahr der dänische Windkraftanlagenbauer Vestas einstecken. Erstmals seit 2000 schaffte es das Unternehmen mit einem Marktanteil von 14 Prozent nicht auf den ersten Platz der größten Anlagenhersteller.

Platz 1

General Electric hat im vergangenen Jahr erstmals Vestas vom ersten Platz der Rangliste der größten Windkraftanlagenbauer verdrängt – mit einem Marktanteil von 15,5 Prozent. Das US-Unternehmen war 2011 noch an dritter Stelle.

Diese Pläne haben insbesondere am Montag bereits zu einem massiven Kurseinbruch bei Windkraftanlagenbauern geführt. So verloren die Aktien von Nordex von Montag bis Mittwoch mehr als 20 Prozent. Zeitweise kosteten sie Anfang der Woche nur noch 10,50 Euro.

Bei ihren Verhandlungen zu einer Großen Koalition planen Union und SPD kräftige Einschnitte bei der Windenergie. Die Parteien wollen nicht nur Standorte an Land geringer fördern, sondern auch den Ausbau auf hoher See einschränken.

Die Schweizer Großbank UBS stuft die in den Koalitionsgesprächen geplanten Veränderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in einer Branchenstudie zwar als „moderat“ ein. Der Ausbau bei der alternativen Energiegewinnung dürfte sich aber im Vergleich zu den vergangenen Jahren verlangsamen, so die Einschätzung der Analysten

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