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25.02.2011

12:04 Uhr

Aktie unter Druck

Telekom verärgert Anleger mit Dividendenschnitt

VonJörg Hackhausen

Die Telekom-Aktie dümpelt seit Jahren, mehr als zehn Euro sind nicht drin. Als Lockmittel setzte die Telekom auf hohe Dividenden. Doch auch hier kürzt sie jetzt. Die Anleger reagieren verärgert.

Telekom-Chef René Obermann will die Dividende kürzen, verspricht aber gleichzeitig, dass sie in diesem und im nächsten Jahr nicht unter 70 Cent liegen soll. Quelle: dapd

Telekom-Chef René Obermann will die Dividende kürzen, verspricht aber gleichzeitig, dass sie in diesem und im nächsten Jahr nicht unter 70 Cent liegen soll.

Die Aktionäre der Telekom bekommen weniger Schmerzensgeld. Bislang wurden sie noch durch eine üppige Dividende für die schwache Kursentwicklung der T-Aktie entschädigt. Der ehemalige Staatskonzern schüttete 78 Cent je Aktie an seine Anteilseigner aus. Doch damit ist es nun vorbei. Wie Telekom-Chef René Obermann heute den Anlegern mitteilte, soll es künftig nur noch 70 Cent geben.

Das entspricht immer noch einer Dividendenrendite von 7,2 Prozent – mehr als bei allen anderen Dax-Konzernen. Aber es kommt vor allem auf das Signal an. Die Kürzung der Dividende kommt bei den Anlegern nicht gut an. Für viele ist die hohe Dividende das wichtigste Argument, die Aktie überhaupt zu behalten. Entsprechend fiel die Reaktion an der Börse aus. Die T-Aktie verlor am Freitag zeitweise 1,8 Prozent und war damit größter Verlierer im Dax. Dabei hatte es der Kurs erst vor wenigen Tagen mit Mühe und Not über die Marke von zehn Euro geschafft, jetzt liegt er wieder bei 9,75 Euro.

Seit langem bewegt sich die Aktie nun schon um dieses Niveau herum. Während der Dax in den letzten sechs Monaten rund 22 Prozent gestiegen ist, hat die Telekom gut drei Prozent verloren. Schlechter waren im selben Zeitraum aus dem Dax nur Commerzbank, Merck und RWE.

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