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09.01.2007

14:25 Uhr

dpa-afx FRANKFURT. Die Zahl der Börsengänge wird sich nach Ansicht von Experten 2007 auf Vorjahresniveau bewegen. "Wir werden eine Wiederholung von 2006 sehen", sagte Henning Gebhardt, Leiter Deutsche Aktien und Europäische Small & Mid Caps bei der Fondsgesellschaft DWS Investments am Dienstag in Frankfurt. Der Markt sei aber schwankungsanfälliger. Ähnliche Erwartungen äußerte der Berater für Börsegänge Wolfgang Blättchen: "Wir erwarten bis zu 70 Ipos (Initial Public Offering) - ein Drittel davon wird ein Platzierungsvolumen von über 100 Mill. Euro haben."

2006 hatte es laut Blättchen 76 Börsengänge gegeben. Gezählt wurden alle öffentlichen Angebote, nicht reine Notierungen. Voraussetzung für ein erfolgreiches Börsenjahr 2007 ist den Experten zufolge das erwartete positive Gesamtmarktumfeld. Börsengänge mit großen Volumen von mehr als 200 Mill. Euro Transaktionsvolumen planen laut Blättchen in erster Linie Private-Equity-Unternehmen, die sich auf diesem Wege von Beteiligungen trennen wollen.

Immobilienwerte VON Interesse

Immobilienwerte sind laut Blättchen von großem Interesse. "Bei Reits ist sei aufgrund der hohen steuerrechtlichen Anforderungen dagegen noch nicht klar, wie groß deren Rolle im Neuemissionsgeschäft ausfallen wird", sagte der Berater. Reit-ähnliche Strukturen - wie bei der bereits notierten Gagfah - würden 2007 aber voraussichtlich von Interesse sein. Mehr als die Hälfte der Börsengänge werde im Freiverkehrssegment Entry Standard erfolgen.

Das abgelaufene Jahr stößt bei den Marktkennern auf ein gemischtes Urteil. "Wir waren überrascht, wie gut es gelaufen ist", sagte Gebhardt. Zwar seien einige Ipos unter den Erwartungen gestartet. "Doch ist die hohe Zahl der Börsengänge an sich schon positiv zu bewerten." Nach den Berechnungen Blättchen ist der Markt mit 76 Börsengängen auf dem Niveau von 1998 angelangt. Das Emissionsvolumen hat mit 6,8 Mrd. Euro aber um 2,6 Mrd. Euro höher gelegen als damals.

BÖRsengang-Jahr 2006 Fiel Zweigeteilt AUS

Das Börsengang-Jahr 2006 ist Blättchen zufolge zweigeteilt ausgefallen. "Wir hatten im ersten Halbjahr eine IPO-Euphorie wie zu guten alten Zeiten", sagte der Berater mit Verweis auf die Zeit der New Economy. Zu fast jedem Preis hätten Unternehmen ihre Aktien platzieren können. Die im Mai einsetzende Korrektur am Aktienmarkt habe diese Entwicklung gestoppt. Investoren hätten von da an kritischer ausgewählt, für die Unternehmen seien Zugeständnisse beim Aktienpreis und bei der ausgegebenen Menge die Folge gewesen.

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