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25.09.2013

12:49 Uhr

Aktien im Fokus

Die Schwergewichte unter den US-Versicherern

Quelle:Börse am Sonntag

Manchem Investor ist von den US-Versicherern vor allem AIG in nicht allzu guter Erinnerung. Andere große börsennotierte Versicherer wie MetLife oder Travelers Companies sind in Deutschland weniger bekannt.

Turbulente Zeiten hat der US-Versicherungskonzern AIG hinter sich. Nur mit Hilfe eines staatlichen Hilfspaketes in Höhe von 150 Milliarden US-Dollar konnte die Pleite verhindert werden. Die US-Regierung wollte um jeden Preis ein zweites Lehman Brothers verhindern. Mittlerweile hat sich sich der Staat aus dem Unternehmen zurückgezogen. Allerdings ist die Aktie nicht mehr im Dow Jones Index vertreten. dpa

Turbulente Zeiten hat der US-Versicherungskonzern AIG hinter sich. Nur mit Hilfe eines staatlichen Hilfspaketes in Höhe von 150 Milliarden US-Dollar konnte die Pleite verhindert werden. Die US-Regierung wollte um jeden Preis ein zweites Lehman Brothers verhindern. Mittlerweile hat sich sich der Staat aus dem Unternehmen zurückgezogen. Allerdings ist die Aktie nicht mehr im Dow Jones Index vertreten.

MünchenAls die American International Group (AIG) ins Wanken geriet, wurde manchem Anleger erst die Wichtigkeit des Unternehmens bewusst. Ließ man in den USA die Investmentbank Lehman Brothers noch Pleite gehen, war AIG nun in der Tat „too big to fail“. Das Unternehmen taugte für mehrere Rekorde. Kein anderes privates Unternehmen wurde vom US-amerikanischen Staat mit so viel Geld gestützt wie AIG.

Das im November 2008 geschnürte Paket belief sich auf 150 Milliarden US-Dollar. Im vierten Quartal 2008 verbuchte der Versicherungskonzern einen Verlust von 61,7 Milliarden US-Dollar, den höchsten Quartalsverlust, den ein Unternehmen je gemeldet hat. Der Versicherer war ein Opfer der Subprime-Krise geworden, weil er in großem Umfang ausfallende Hypothekenkredite von Kunden rückversichert hatte.

Teilweise lag die staatliche Beteiligung an dem Versicherungsriesen bei über 90 Prozent. Mittlerweile hat sich der Staat wieder aus dem Unternehmen zurückgezogen und damit ist bei dem Versicherer wieder Normalität eingekehrt. Betrachtet man den Aktienchart der letzten 52-Wochen ist von den Turbulenzen nichts zu merken.

Was 2013 aus 100.000 Euro wurde (1.Halbjahr)

Silber

62.510 Euro

Brasilianische Aktien

73.320 Euro

Gold

74.490 Euro

Russische Aktien

83.690 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

88.730 Euro

Türkische Aktien

90.210 Euro

Bundesanleihen

98.260 Euro

US-Treasuries

98.540 Euro

Sparbuch

100.032 Euro

Tagesgeld

100.930 Euro

US-Dollar

101.220 Euro

Deutsche Aktien

104.360 Euro

Öl (WTI)

105.550 Euro

Japanische Aktien

113.630 Euro

US-Aktien

115.280 Euro

Venezolanische Aktien

151.720 Euro

Allerdings ist der Konzern nicht mehr im Dow Jones Industrial 30 gelistet. Im zweiten Quartal 2013 verdiente AIG 2,7 Milliarden US-Dollar und damit 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen zahlt erstmals seit der Finanzkrise wieder eine Dividende, auch ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von einer Milliarden US-Dollar ist angekündigt. In einem ruhigeren Fahrwasser als AIG bewegte sich eine weitere wichtige US-amerikanische Versicherungsgesellschaft, nämlich MetLife.

Dem Unternehmen mit Sitz in New York konnte die Finanzkrise weniger anhaben als AIG. Die Metropolitan Life Insurance Company, wie der Versicherer mit vollem Namen heißt, bietet Versicherungen unterschiedlicher Art an. Führend ist MetLife in den USA als Anbieter von Lebensversicherungen. Das Unternehmen ist aber nicht nur in seiner Heimat aktiv.

Insgesamt werden mehr als 90 Millionen Kunden in über 50 Ländern betreut. Auch wenn MetLife in Deutschland eher weniger bekannt ist, haben Besucher der MetLife-Website einen Wiedererkennungseffekt. Das Maskottchen des Unternehmens ist der Hund Snoopy aus der Comic-Serie „Peanuts“. Besucher von New York City kennen den Turm der MetLife als eine der frühen Ikonen der Wolkenkratzer-Architektur.

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