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02.09.2011

11:52 Uhr

Aktien im Fokus

Neuer Rückschlag für Bankaktien

Die Schuldenkrise ist zurück - und zieht die Aktien der großen Geldhäuser in die Tiefe. Die Papiere der Deutschen Bank und Commerzbank sind die schlechtesten Werte im Dax. Mit welchen Risiken Anleger rechnen müssen.

Dunkle Wolken über Frankfurt: Die Griechenlandkrise besorgt die Anleger. dpa

Dunkle Wolken über Frankfurt: Die Griechenlandkrise besorgt die Anleger.

Anleger trennen sich von Bankaktien. Neue Ängste um einen möglichen Zahlungsausfall Griechenlands belasten die meisten Finanztitel stark. Wegen der Rezession wird Griechenland nach Worten von Finanzminister Evangelos Venizelos seine Sparziele für 2011 verfehlen.

Die Wirtschaft werde im laufenden Jahr um rund fünf Prozent schrumpfen, sagte der Minister in Athen. Es müsse bei den Strukturreformen schneller vorangehen. Bereits gestern wurde bekannt, dass sich das Staatsdefizit für 2011 wohl auf rund 8,1 bis 8,2 Prozent belaufe. Das Ziel war 7,6 Prozent.

Angesichts solcher Zahlen wächst die Skepsis, dass Griechenland ohne Schuldenschnitt wieder auf die Beine kommt. Davon wären die Banken betroffen, die Kurse brechen branchenweit ein. Der griechische Bankenindex fiel in der Spitze um mehr als sieben Prozent, das europäische Pendant lag knapp drei Prozent im Minus. Am deutschen Aktienmarkt führten die Aktien der Commerzbank die Verliererliste im Dax mit einem Abschlag von 4,4 Prozent an.

Neben den Sorgen um eine Eskalation der europäischen Schuldenkrise machten den Aktien aber auch Klagen aus den USA zu schaffen. Die US-Aufsichtsbehörde FHFA bereitet laut „New York Times“ Klagen gegen ein Dutzend Geldinstitute vor, darunter auch die Deutsche Bank. Die Banken sollen den Wert von Immobilienkrediten falsch dargestellt haben, die sie bündelten und weiterverkauften. An sich sei das keine neue Geschichte, sagte ein Börsianer. „Aber da die Anleger derzeit ohnehin nicht gut auf Finanzwerte zu sprechen sind, passt das natürlich in das negative Stimmungsbild.“ Deutsche Bank-Aktien gaben 4,3 Prozent nach.

Auf mittlere Sicht sind die Verluste der Finanztitel immens. Deutsche Bank-Aktien verloren im vergangenen Monat gut 25 Prozent, Commerzbank-Titel 19 Prozent. Bereits gestern hat der Internationale Währungsfonds vor einem riesigen Kapitalloch bei europäischen Instituten gewarnt und den Bedarf der Branche bei einer weiteren Verschärfung der Schuldenkrise auf bis zu 200 Milliarden Euro geschätzt. Politik und Banken wiesen die Berechnung allerdings scharf zurück: Sie habe große methodische Schwächen und löse unnötig Unsicherheit aus.

Kommentare (2)

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Pendler

02.09.2011, 12:15 Uhr

Hmmm, es sieht schon so aus, dass sich die bear flag doch bestätigt und ab geht es. Und ich dachte schon, es wird eine Bodenformation.

Beeinflusst das Marktgeschehen nun die Börse ?
Oder beeinflussen die Chartformationen die Politik und die Börsen ?

Account gelöscht!

02.09.2011, 22:24 Uhr

Ein akademischer Hintergrund laesst sich bei den Akteuren aus Wirtschaft, Politik und nicht zuletzt auf dem Parkett jedenfalls noch nicht einmal erahnen. Womoeglich ist dies aber auch auf einen Fehler in der Lehre zurueckzufuehren!

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