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08.01.2007

06:29 Uhr

Aktien unter der Lupe

Viele Experten empfehlen Rational

VonAstrid Dörner

Der Hersteller von Großküchen-Geräten aus dem bayrischen Landsberg feiert mit seinem „Self Cooking Center“ weltweit Erfolge. Der Aktienkurs steigt erheblich an. Weil Rational glänzende Perspektiven hat, raten Analysten zum Kauf. Doch die Aktie hat auch ein Manko.

Fertigung beim Großküchenhersteller Rational AG. Foto: PR

Fertigung beim Großküchenhersteller Rational AG. Foto: PR

FRANKFURT. Der High-Tech-Kasten aus Edelstahl hat schon viele Köche glücklich gemacht. Seine Mischung aus Dampf und warmer Luft kann zum Beispiel ein Stück Forelle auf 40 Arten zubereiten – per Knopfdruck. Dabei verbraucht der Dampfgarer aus dem Hause Rational weniger Energie und weniger Fett als normale Öfen oder Pfannen.

Der Großküchen-Spezialist hat auch viele Anleger glücklich gemacht: Von Juni bis November stieg der Kurs der im S-Dax notierten Aktie von 120 auf knapp 170 Euro - ein Plus von fast 40 Prozent. Doch Anfang November geriet die Aktie ins Schleudern und pendelt sich nun wieder bei 140 Euro ein.

„Für die nächsten fünf Jahre erwarte ich zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Vorsteuergewinn“, sagt Christoph Eckert, Analyst bei Dresdner Kleinwort Wasserstein. Rational ist Weltmarktführer für Dampfgarer, die im Gourmetrestaurant ebenso eingesetzt werden wie in Uni-Mensen. Jedes zweite Gerät auf der Welt kommt aus Landsberg. Der nächst größere Konkurrent, Convotherm, bringt es gerade mal auf einen Marktanteil von zehn Prozent.

Auch Nils Lesser, Analyst bei Merck Finck, betont die guten Perspektiven des Unternehmens: „Weltweit arbeiten erst zwei von zehn Großküchen mit Kombi-Dampfgeräten. Bei 2,5 Millionen potenziellen Kunden gibt es noch einiges zu holen.“ Lessers Kursziel liegt bei 155 Euro.

Das Unternehmen will vor allem in den USA und in Asien wachsen. Schon jetzt macht Rational 14 Prozent seines Umsatzes in den Vereinigten Staaten. Mittelfristig könnte sich sogar eine eigene Produktion vor Ort lohnen. Momentan baut Rational jedoch erst einmal sein drittes Werk am Firmensitz in Landsberg, wo alle Geräte gefertigt werden.

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