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14.10.2013

15:28 Uhr

Aktien

Weshalb in Asien die besten Analysten sitzen

Aktienanalysten aus Fernost haben in den Jahren nach der Krise den besten Job gemacht. Mit ihren Empfehlungen lagen sie richtiger als Analysten anderswo. Das hat einen konkreten Grund.

Am meisten Geld hätten Investoren in den vergangenen Jahren in Asien gutgemacht. dpa

Am meisten Geld hätten Investoren in den vergangenen Jahren in Asien gutgemacht.

DüsseldorfEinen guten Analysten zeichnet aus, dass er die Aktienpreisentwicklung richtig voraussagt. Doch wo finden Anleger die besten der Zunft? Eine neue Untersuchung des Investment-Verwalters AHL MMS zeigt nun auf: Die besten Analysten sitzen in Asien.

Dabei bezeichnet das Papier solche Analysten als „asiatische Analysten“, die in den zwölf bedeutendsten Ländern im Asien-Pazifik-Raum Unternehmen vor Ort beobachten. Japan wird separat behandelt. Laut Studie hätten Investoren, die zwischen 2009 und 2012 den Empfehlungen dieser Analystengruppe gefolgt sind, den Referenzindex MSCI AC Asia Pacific ex Japan um 4,3 Prozent geschlagen.

Analysten aus den restlichen Teilen der Welt lagen im selben Zeitraum seltener richtig. So konnten japanische Aktienbeobachter den lokalen Referenzindex nur um zwei Prozent schlagen, europäische und amerikanische Analysten kamen auf nur ein Prozent Überrendite.

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Ein guter Analyst bringt Investoren bares Geld. Das Problem ist nur: Die guten Experten sind nicht leicht zu finden. Eine Analyse des Handelsblatts zeigt, welcher Experte auf Dauer echten Mehrwert liefert.

Doch sind die asiatischen Analysten, die sich mit Unternehmen vor Ort beschäftigen, wirklich fähiger? Verfolgen sie eine bessere Strategie? Ein zweiter Blick auf das Papier von AHL MMS zeigt: Es sind die Gegebenheiten vor Ort, die den Analysten einen Vorteil verschaffen.  

„Der Mechanismus, wie in Asien Informationen nach draußen gehen, ist im Vergleich zum Rest der Welt weniger effizient“, sagt Khalil Mohammed, Portfoliomanager bei AHL MSS und Mitautor der Studie. Hierzulande würden Unternehmensnachrichten in der Regel über Agenturen verbreiten; die Märkte würden umgehend reagieren.

„In einem Umfeld, in dem man schnell an Informationen kommt, ist es schwer, stets besser als die Konkurrenz zu sein“, sagt auch Raj Shah, der für das US-Analysehaus Starmine jedes Jahr die besten Einzelanalysten kürt. Dagegen haben Analysten dort umso mehr Einfluss, wo Informationsvermittler wie Agenturen nicht existieren. So der Fall in Asien. Nicht selten ist die Analystenmeinung dort das einzige, an dem sich Investoren orientieren können.

Je mehr Investoren aber den Analysen folgen, umso größer die Nachfrage nach einzelnen Aktien – und umso stärker reagiert der Aktienkurs. Dass eine Aktien gewinnt oder verliert, ist also Ergebnis einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung.

Laut Studie beherrschen übrigens die Japaner das Spiel mit der Auskunft am besten. Analysten würden hier von Unternehmen gewollt dazu benutzt,  Informationen an Investoren heranzutragen. Dennoch liegen japanische Analysten mit ihren Prognosen am Ende seltener richtig als im restlichen Asien.

Kommentare (4)

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pro-d

14.10.2013, 16:50 Uhr

Ja, ich meine auch, dass wir usn auf Asia ausrichten sollten. dort herrscht noch Disziplin und Ordnung. Vor allem aber haben die Asiaten eine Zukunft, die CITY und FED aber sind im Niedergang-Szenario. Wir tun eben besser dran, wenn wir uns an den Siegern orientieren.

ScheissD

14.10.2013, 17:28 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Rechner

14.10.2013, 18:30 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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