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11.04.2006

10:05 Uhr

Aktienfokus

Jenoptik schwach nach Zahlen unter Erwartungen

Aktien von Jenoptik haben am Dienstag mit Verlusten auf die schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlen für das vergangene Jahr reagiert. Die Titel verloren gegen 9.45 Uhr 1,63 Prozent auf 7,23 Euro.

dpa-afx FRANKFURT. Aktien von Jenoptik haben am Dienstag mit Verlusten auf die schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlen für das vergangene Jahr reagiert. Die Titel verloren gegen 9.45 Uhr 1,63 Prozent auf 7,23 Euro. Zeitgleich entwickelte sich der Technologiewerteindex TecDax mit plus 0,18 Prozent bei 728,99 Zählern gut behauptet.

Nach Einschätzung von Händlern sind die Zahlen von Jenoptik für 2005 schlechter als erwartet ausgefallen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) liege unter der Marktprognose. Die außerordentlichen Kosten seien höher als erwartet und es sei unklar, in welcher Höhe weitere Sonderkosten auf das Unternehmen zukämen, hieß es.

Ähnlich fiel die Bewertung des Analysten Michael Tappeiner von der WestLB aus, der die Aktie mit "Neutral" bestätigte. Die Jenoptik-Zahlen seien "nicht besonders toll" ausgefallen und auf Gewinnebene schlechter als erwartet. Dabei sei nicht klar, ob dies nur auf Einmaleffekte oder auf eine schlechtere operative Entwicklung zurückgehe. Der Ausblick für 2006 entspreche zwar den Erwartungen. Es sei aber unklar, welche Risiken noch bestünden. Einzig positiv nannte Tappeiner den Verkauf der Sparte Clean Systems, der planmäßig voranzukommen scheine und im zweiten Quartal abgeschlossen werden sollte.

Stefan Halter von der HVB bewertet Jenoptik weiterhin mit "Underperform" und einem Kursziel von 7,20 Euro. Die Gewinne hätten wie erwartet unter dem Verkauf von Unternehmensteilen gelitten, schrieb er in einer Studie vom Dienstag. Für 2006 habe Jenoptik bereits angekündigt, dass der Verkauf der Sparte Clean Systems die Gewinne weiter beeinträchtigen könnte. Im künftigen Kerngeschäft Photonics sollte der Umsatz nach Angaben des Unternehmens um sechs bis elf Prozent auf 420 bis 450 Mill. Euro steigen. Dies entspreche seiner Prognose von 445 Mill. Euro, sagte Halter. Die von ihm für den Bereich prognostizierte Ebit-Marge von 9,7 Prozent liege im Rahmen der von Jenoptik in Aussicht gestellten neun bis zehn Prozent.

Der Technologiekonzern ist durch die Trennung von seiner größten Konzerntochter im vergangenen Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Das Nettoergebnis sank von plus 19 Mill. auf minus 69,4 Mill. Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Jena mitteilte. Das betriebliche Ergebnis (Ebit) betrug minus 9,8 Mill. Euro nach plus 81,1 Mill. Euro im Jahr zuvor.

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