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04.04.2006

15:50 Uhr

Aktienfokus

Thyssen-Krupp nach Dofasco-Plänen unverändert

Die Thyssen-Krupp-Aktie hat am Dienstag kaum auf die Nachricht über eine mögliche Erschwernis der geplanten Dofasco-Übernahme reagiert. Im knapp behaupteten Gesamtmarkt notierte der Titel des Stahlherstellers am Nachmittag mit 23,89 Euro unverändert.

dpa-afx FRANKFURT. Die Thyssen-Krupp-Aktie hat am Dienstag kaum auf die Nachricht über eine mögliche Erschwernis der geplanten Dofasco-Übernahme reagiert. Im knapp behaupteten Gesamtmarkt notierte der Titel des Stahlherstellers am Nachmittag mit 23,89 Euro unverändert. Der Dax gab zugleich um 0,33 Prozent auf 6 004,40 Punkte nach.

"Es ist meines Erachtens fraglich, ob eine Ausgliederung von Dofasco durch Arcelor einem möglichen Verkauf an Thyssen-Krupp wirklich im Wege steht", sagte Analystin Jutta Rosenbaum von der Commerzbank. Dieser Plan sei aber "relativ neutral" für den deutschen Stahlkonzern, zumal der Kaufpreis für Dofasco "sehr hoch" sei - "fast zu hoch", fügte sie hinzu.

Insgesamt seien die Auswirkungen einer Übernahme Arcelors durch Mittal für den Stahlmarkt zudem positiv zu werten, so dass die Dofasco-Geschichte selbst für Thyssen-Krupp vor diesem Hintergrund eher sekundär sei. Übereinstimmend mit einem anderen Analysten betonte sie aber, dass die Aktie wohl auch deshalb nicht reagiere, weil es für Außenstehende sehr schwer zu beurteilen sei, ob Arcelors Pläne zu Dofasco aufgingen.

Händler Stefan de Schutter von der Wertpapierhandelsbank alpha sagte: "Ich sehe es positiv für die Thyssen-Krupp-Aktionäre, wenn die Übernahme von Dofasco vereitelt wird." Thyssen-Krupp brauche Dofasco nicht und der Preis wäre sehr hoch.

Der Stahlkonzern Arcelor gab an diesem Morgen eine Dividenden-Anhebung bekannt und wappnet sich im Kampf gegen die feindliche Übernahme durch den Weltmarktführer Mittal Steel . Unter anderem versucht er, die Pläne Mittals zu vereiteln, den erst kürzlich von Arcelor gekauften kanadischen Konkurrenten Dofasco an Thyssen-Krupp zu veräußern. Verhindern soll dies die Ausgliederung Dofascos in eine unabhängige niederländische Stiftung. Damit würde Arcelor zwar die volle Kontrolle über den Konzern behalten, die Verkaufsentscheidung wäre jedoch dem Vorstand der Stiftung vorbehalten.

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