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01.11.2013

12:56 Uhr

Aktienindex

Indischer Leitindex klettert auf Rekordhoch

Die US-Notenbank Fed überschwemmt die Märkte immer noch mit billigem Geld. Dank des Geldflusses aus dem Ausland erreichte der indische Leitindex Sensex am Freitag den höchsten Stand seit Bestehen.

In Indien fließt das Geld wieder. dpa

In Indien fließt das Geld wieder.

Neu DelhiDer indische Leitindex Sensex hat am Freitag den höchsten Stand seiner Geschichte erreicht. An der Börse in Mumbai erreichte der Index für 30 Top-Unternehmen dank eines anhaltenden Geldflusses aus dem Ausland 21 293,88 Punkte, ehe er am Nachmittag mit 21 196,81 Punkten aus dem Handel ging - ebenfalls ein neuer Rekord.

Wie viele andere Indizes profitierte der Sensex von der Hoffnung auf eine anhaltende Geldschwemme der US-Notenbank Fed. Noch vor zwei Monaten hatten Investoren wegen des schwächelnden Wachstums Indiens Geld aus dem Land abgezogen; die Landeswährung Rupie brach ein. Der Umschwung kam auch mit der Amtsübernahme des neuen Zentralbankchefs Raghuram Rajan, der als Hoffnungsträger gefeiert wurde. Rajan will vor allem die Inflation auf dem Subkontinent eindämmen und den Bankensektor liberalisieren.

Dividenden - Fragen und Antworten

Was ist eine Dividende?

Die Dividende ist der Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, den ein Konzern direkt an die Anleger ausschüttet. Einen Anspruch auf Dividende haben Aktionäre nicht. Unternehmen können das Geld auch nutzen, um Schulden zurückzuzahlen, Investitionen zu tätigen oder Übernahmen zu finanzieren. Manche Unternehmen wie die Deutsche Telekom zahlen Aktionären auch eine Mindest-Dividende.

Was ist die Dividendenrendite?

Die Dividendenrendite gibt den prozentualen Anteil der Dividende am Aktienkurs an.

Wer bekommt eine Dividende und wann?

Dividendenberechtigt ist jeder, der am Tag der Hauptversammlung mindestens eine Aktie des Unternehmens im Depot hat – egal, ob er sie bereits vor Jahren oder erst am Tag zuvor gekauft hat. Der vom Management vorgeschlagene Bonus wird mit den Stimmen der Aktionäre bei der Hauptversammlung beschlossen. Schon direkt am Folgetag oder kurz darauf landet die Dividende auf dem Konto des Anlegers. In Deutschland ist eine jährliche Dividendenzahlung üblich.

Lohnt es sich, eine Aktie nur zur Ausschüttung zu kaufen?

Von der verlockenden Strategie, kurz vor dem Stichtag zu kaufen, um einen Tag danach wieder zu verkaufen, raten Experten Normalanlegern ab. Denn schon vorher ist üblicherweise die vom Unternehmen angekündigte Dividende im Aktienwert „eingepreist“. Das heißt, der Kurs ist in den Wochen vor der Hauptversammlung um diesen Betrag gestiegen – und fällt danach meist wieder.

Was bekommt das Finanzamt?

Seit 2009 gilt die Abgeltungsteuer für Kapitaleinkünfte, die eine pauschale Besteuerung von 25 Prozent vorsieht. Für Aktionäre bedeutet dies, dass ein Viertel ihrer Dividenden an den Fiskus wandert. Die Banken, bei denen Aktionäre ihre Depots verwalten, führen die Steuer automatisch ab. Bei Wertpapierbeständen im Ausland müssen Anleger selbst aktiv werden und die Dividenden in der Steuererklärung angeben.

Weitere positive Nachrichten kamen am Freitag von Indiens Finanzminister P. Chidambaram. Das zuletzt enorm hohe Leistungsbilanzdefizit könne dank eines starken Anstiegs der Exporte in den vergangenen drei Monaten eingedämmt werden, erklärte er. Damit werde es wie versprochen unter der Marke von 4,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bleiben. Auch die ausländischen Direktinvestitionen seien ermutigend.

Von

dpa

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