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20.06.2011

10:22 Uhr

Aktienmarkt

Börsenexperten warnen - aber die Insider kaufen

VonChristian Schnell

Obwohl Börsianer angesichts Griechenlandkrise und Inflation vor einem Crash warnen, greifen Vorstände von Dax-Unternehmen bei eigenen Aktien kräftig zu. Woher nehmen die Insider ihren Optimismus?

Auch René Obermann kaufte in den letzten Wochen eigene Aktien. Der Vorstand der Telekom investierte über 1,2 Mio. in das eigene Unternehmen. Quelle: dapd

Auch René Obermann kaufte in den letzten Wochen eigene Aktien. Der Vorstand der Telekom investierte über 1,2 Mio. in das eigene Unternehmen.

FrankfurtDas Votum ist eindeutig: Fünf von acht Vorständen der Deutschen Telekom haben in den vergangenen beiden Wochen Aktien ihres Unternehmens gekauft, darunter Vorstandschef René Obermann. Vier von sechs SAP-Vorständen haben ebenfalls investiert, auch hier war die Konzernspitze mit Jim Hageman Snabe dabei. Sie haben das getan, was in den Woche davor die Chefs von Heidelberg Cement, K+S und der Deutschen Post getan haben: Sie kaufen Aktien, weil sie glauben, dass ihr Unternehmen an der Börse mehr wert sein müsste, als dies der aktuelle Kurs zeigt. Und weil sie wissen, dass die Auftragsbücher bestens gefüllt sind.

Seit fünf Jahren berichtet das Handelsblatt mittlerweile alle zwei Wochen über die Kauf- und Verkaufsorders von Vorständen und Aufsichtsräten. Das Forschungsinstitut für Asset Management an der Uni Aachen (Fifam) wertet diese gemeinsam mit Commerzbank Wealth Management aus und leitet daraus Schlussfolgerungen für Privatanleger ab. Die wesentlichen Fragen dabei: Was bedeutet das für die einzelne Aktie, die ge- oder verkauft wurde? Und was bedeutet die Gesamtzahl der Orders für den weiteren Verlauf des Dax?

Rechtzeitig zum fünften Geburtstag sind die Topmanager jetzt wieder so optimistisch wie seit dem vergangenen Herbst nicht mehr. Sie kaufen, obwohl die breite Masse an Fondsmanagern, Bankstrategen und Vermögensverwaltern dieser Tage wegen der vielen ungelösten Probleme in der Welt zur Vorsicht rät.

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