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15.03.2013

15:01 Uhr

Aktienpaket abgestoßen

US-Großinvestor verkauft VW – Aktie knickt ein

Die Deutsche Bank verkauft Volkswagen-Aktien in großem Stil für einen Kunden. Die Platzierung des Aktienpakets drückt die Aktie tief ins Minus. Inzwischen ist klar, wer hinter dem Verkauf steckt.

Schatten von Martin Winterkorn (l), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen, und Hans Dieter Pösch, Finanzen und Controlling, bei der Jahrespressekonferenz von VW in Wolfsburg. dpa

Schatten von Martin Winterkorn (l), Vorstandsvorsitzender der Volkswagen, und Hans Dieter Pösch, Finanzen und Controlling, bei der Jahrespressekonferenz von VW in Wolfsburg.

FrankfurtDie Deutsche Bank hat im Auftrag eines Kunden ein Paket von VW-Vorzugsaktien über fast eine Milliarde Euro verkauft. Über ein beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren wurden 5,8 Millionen Vorzugsaktien des Autoherstellers platziert, teilte das Institut am Freitag mit. Zunächst war gerätselt worden, wer hinter dem Verkauf steckt. Inzwischen ist klar: Ein US-Fonds ist der Verkäufer.

Die Aktien seien zu einem Preis von 158 Euro je Titel platziert worden, teilte die Deutsche Bank am Freitag mit. Damit hat das Paket einen Wert von rund 914 Millionen Euro. Die Papiere wurden im Auftrag des VW-Aktionärs Waddell & Reed Investment Management veräußert. Nach Reuters-Daten verfügt der Großaktionär nun noch über 1,07 Millionen VW-Vorzugsaktien. Das platzierte Paket entspricht nach Reuters-Daten rund 3,4 Prozent der im Streubesitz zirkulierenden Vorzugsaktien.

Die zehn stärksten Dax-Werte seit dem Rekordhoch 2007

Platz 10

BMW:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 47,4 Prozent

Platz 9

BASF:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 49,8 Prozent

Platz 8

Adidas:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 54,6 Prozent

Platz 7

Linde:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 54,7 Prozent

Platz 6

Fresenius Medical Care:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 57,7 Prozent

Platz 5

Lanxess:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 60,8 Prozent

Lanxess ist seit dem 24. September 2012 im Dax notiert

Platz 4

Fresenius:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 61,2 Prozent

Platz 3

SAP:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 67,8 Prozent

Platz 2

Henkel:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 71,6 Prozent

Platz 1

Volkswagen:

Veränderung seit dem 13. Juli 2007: + 111,3 Prozent

Die VW-Titel fielen in Frankfurt zeitweise um vier Prozent auf 158 Euro. Bereits am Donnerstag erwischte die VW-Aktie einen schlechten Tag. Die Volkswagen-Titel fielen um 1,1 Prozent. Anleger waren vor allem vom Ausblick enttäuscht. Der Autobauer verspürt wegen der Absatzkrise in Europa zunehmend Gegenwind. Beim operativen Gewinn erwartet der Vorstand ein weiteres Jahr Stagnation.. "Die Dynamik bei der Aktie hat sich ein bisschen abgeschwächt", sagte Jürgen Pieper, Analyst bei Bankhaus Metzler in Frankfurt. "Der Markt ist vom Ausblick ein wenig enttäuscht, aber VW ist bei seinen Aussagen vorsichtig geworden, weil der Konzern in den vergangenen Jahren so offensichtlich erfolgreich agierte."

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

Platz 10

Nissan

Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 9

Toyota

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 8

Daimler

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 7

BMW Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 6

Fiat Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 5

Ford

Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 4

General Motors

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 3

Renault Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 2

PSA Gruppe

Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

Platz 1

Volkswagen

Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

Quelle

Die meisten Analysten sind dennoch weiterhin von VW überzeugt. Die Commerzbank hat die Einstufung für die Aktie gestern mit "Kaufen" und einem Kursziel von 195 Euro bestätigt. Audi-Vertriebschef Luca de Meo habe sich auf einer Investorenveranstaltung eher optimistisch gezeigt, schrieb Analyst Sascha Gommel in einer Studie vom Donnerstag.

Seit Jahresbeginn hat die Aktie sieben Prozent verloren, damit kommt VW auf eine Marktkapitalisierung von 72 Milliarden Euro. Langfristig ist die VW-Aktie ein Glücksfall für Aktionäre. Seit dem Einbruch des Dax 2009 hat die VW-Aktie fast 150 Prozent zugelegt.

Kommentare (16)

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Account gelöscht!

15.03.2013, 11:32 Uhr

Aha, Sie sind also Aktionäer von Lufthansa und VW.
Ich empfehle Commerzbank !

Autonomtrader

15.03.2013, 11:45 Uhr

Sind die dumm! Warum haben die nicht bei Stand um 1000 Euro verkauft? Dann wäre es wenigstens eine gute Rendite gewesen...

Account gelöscht!

15.03.2013, 11:51 Uhr

Ich glaube das Kompliment kommt 1:1 zurück. Zumindestens ist ihr Wissenstand falsch: Die VW-Vorzüge standen nie so hoch, das waren die Stämme.

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