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13.06.2017

02:04 Uhr

Allied Irish Banks

Verstaatlichte Bank peilt bei Börsengang Milliarden an

Einer der größten Börsengänge in der Bankenbranche seit der Finanzkrise steht unmittelbar bevor: Die verstaatlichte Allied Irish Banks bewegt sich seit drei Jahren wieder in der Gewinnzone. Nun steht der Ausgabepreis.

Der Börsengang rückt näher: Allied Irish Banks in Dublin, Irland. dpa

Filiale der Allied Irish Banks

Der Börsengang rückt näher: Allied Irish Banks in Dublin, Irland.

DublinDie ehemalige Krisenbank Allied Irish Banks (AIB) wird bei ihrem Börsengang bis zu 13,3 Milliarden Euro wert sein. Das irische Finanzministerium gab am Montag den Ausgabepreis für die Emission des verstaatlichten Geldhauses mit 3,90 bis 4,90 Euro je Anteilsschein bekannt.

Zunächst soll noch in diesem Jahr ein Aktienpaket von 25 Prozent auf den Markt kommen. Sollte auch die Mehrzuteilungsoption ausgeübt werden, dürften sich die Einnahmen auf bis zu 3,8 Milliarden Euro belaufen.

Die Regierung in Dublin will AIB fast ein Jahrzehnt nach der Finanzkrise zurück aufs Parkett bringen. Damit steht AIB vor einem der größten Börsengänge in der Bankenbranche seit der Krise. Geplant ist eine Notierung in Dublin und London.

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Nach jahrelanger Sanierung war die AIB vor drei Jahren wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. 2016 stand vor Steuern ein Ergebnis von rund 1,7 Milliarden Euro in den Büchern. Als erstes vom Staat aufgefangenes irisches Geldhaus sieht sich das Institut mittlerweile wieder in der Lage, eine Dividende zu zahlen.

Die Bank war in der globalen Finanzkrise in Schieflage geraten. 2009 wurde sie vom Staat gerettet und anschließend nahezu komplett übernommen. Insgesamt musste der Steuerzahler mit 21 Milliarden Euro für die AIB aufkommen. Bislang hat die Bank etwa 6,6 Milliarden Euro an den Staat zurückgezahlt.

Von

rtr

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