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26.01.2005

16:37 Uhr

Am Montag einen Tag lang im Dax

Börsianer streiten sich über Lanxess-Kurs zum Börsendebüt

Wenige Tage vor dem Börsendebüt der Chemiegesellschaft Lanxess sind sich Börsianer uneins über die Kursaussichten der neuen Aktie nach Beginn der Börsennotierung am Montag.

HB FRANKFURT. "Es ist die Frage, was die Oberhand gewinnt. Die Spekulation auf eine erfolgreiche Restrukturierung oder der Verkaufsdruck der Bayer-Aktionäre, die die neuen Aktien nicht haben wollten", sagte ein Händler. Beim Broker Lang & Schwarz wurden für die Lanxess-Papiere, die erstmals am 31. Januar zum Börsenhandel zugelassen werden sollen, am Mittwoch 14,80 Euro und 15,25 Euro als An- und Verkaufskurs genannt. Nach Angaben eines Händlers wurden bei Lang & Schwarz bislang etwa 500 000 Lanxess-Aktien umgesetzt, die meisten bei 15 bis 15,50 Euro.

Das entspricht ungefähr den Analystenschätzungen für den fairen Wert der Aktie. Lanxess steht vor einem ganz besonderen Börsenstart: Lanxess-Aktien werden am Montag für einen Tag im Dax enthalten sein. Dies wird nötig, weil bei der Lanxess-Abspaltung kein Kurs feststeht. Dieser muss sich an der Börse bilden. Erst dann kann die Deutsche Börse die Gewichtung von Bayer im Dax anpassen.

Für einen positiven Start der Aktie könnten nach Händlereinschätzung die Restrukturierungspläne des Unternehmens sorgen. "Insgesamt ist der Markt von der Story überzeugt, die Restrukturierung kann klappen," sagte ein Händler. Die Chemiegeschäfte von Lanxess gelten als stark konjunkturabhängig und im Branchenvergleich eher margenschwach. Lanxess-Chef Axel Heitmann hat die Steigerung der Profitabilität mittels Restrukturierung und Kosteneindämmung als Ziel ausgegeben.

Nach Einschätzung von Experten ist ein Teil der aktuellen Bayer-Investoren auf Pharmawerte spezialisiert oder muss die großen Aktien-Indizes nachbilden. Von dieser Gruppe würden schon jetzt außerbörslich Stücke verkauft. "Verkäufer sind Indexfonds, die den Dax nachbilden, die jetzt schon aus der Aktien aussteigen wollen, weil sie sie nicht behalten dürfen", sagte ein Händler. Die Verkäufe könnten auch nach dem Börsenstart andauern und den Kurs belasten.

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