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22.01.2008

15:35 Uhr

Analyse

Für EZB ändert sich nach US-Entscheid nichts

Für die Europäische Zentralbank (EZB) ändert sich nach der überraschenden und deutlichen Leitzinssenkung in den USA HSBC Trinkaus zufolge nichts. Die Determinanten hätten sich nicht geändert, sagte Volkswirt Rainer Sartoris am Dienstag in Düsseldorf.

dpa-afx DÜSSELDORF. Für die Europäische Zentralbank (EZB) ändert sich nach der überraschenden und deutlichen Leitzinssenkung in den USA HSBC Trinkaus zufolge nichts. Die Determinanten hätten sich nicht geändert, sagte Volkswirt Rainer Sartoris am Dienstag in Düsseldorf. Einige Vertreter der EZB hätten zwar zuletzt ihre Meinung etwas geändert. Der Experte rechnet aber weiterhin mit einer Zinssenkung der EZB erst zur Jahresmitte um vergleichsweise bescheidene 0,25 Prozentpunkte.

Für die EZB habe die Entwicklung am Aktienmarkt nicht die Bedeutung, die sie für die Federal Reserve (Fed) habe, sagte Sartoris weiter. Das Vermögen der privaten Verbraucher sei in den USA deutlicher vom jüngsten Kursrutsch betroffen. Zusätzlich seien diese von der Entwicklung im Haussektor und den schwierigeren Finanzierungsbedingungen betroffen. Diese Probleme habe der Verbraucher in Europa so nicht.

Zudem sei die US-Notenbank für ihren aggressiven Politikstil bekannt. Die EZB setze hingegen mehr auf Preisstabilität und reagiere langsamer. Der Schritt der Fed sei aber vertretbar. Sie sei besser im System positioniert als alle anderen. Sartoris zufolge handelte die Notenbank nicht in Panik, sondern habe ihren Schritt durchaus durchdacht.

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