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12.01.2010

15:32 Uhr

Analyse

HSBC sieht in Mena-Region interessante Investmentchancen

Ungeachtet der Krise in Dubai sieht die HSBC-Gruppe die Märkte des Mittleren Ostens und Nordafrikas (Mena) als interessante Investmentmöglichkeit.

dpa-afx FRANKFURT. Ungeachtet der Krise in Dubai sieht die HSBC-Gruppe die Märkte des Mittleren Ostens und Nordafrikas (Mena) als interessante Investmentmöglichkeit. "Wir glauben an starke langfristige ökonomische Wachstumsaussichten in diesen Ländern", sagte Fondsmanager Andrea Nannini von HSBC Global Asset Management am Dienstag während eines Pressegesprächs in Frankfurt. Dabei verwies er auf ein hohes Bevölkerungswachstum bei einer zugleich sehr jungen Bevölkerung mit sich verbessernden Einkommensaussichten. Zugleich seien die politischen und regulatorischen Verhältnisse stabiler geworden. Das wiederum gehe einher mit einer zunehmenden Öffnung für ausländische Investoren, wie etwa in Saudi-Arabien.

"Trotz eines Rückgangs beim Ölpreis gehen wir davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Mena-Region schneller wachsen wird als das vieler Schwellenländer", so Nannini. Nach einem BIP-Anstieg von 2,5 Prozent im vergangenen Jahr werde 2010 mit einem Anstieg um 3,5 Prozent gerechnet, ergänzte er. Positiv zu werten sei außerdem die geringe Verschuldung bei gleichzeitig hohen Währungsreserven. Dubai mit seinen schweren Geldnöten spiele in diesem Zusammenhang nur eine sehr untergeordnete Rolle, denn dieses Emirat mache nur fünf Prozent des Mena-Bruttoinlandsprodukts aus. Zudem sei das Geschäftsmodell Dubais unterschiedlich im Vergleich zu den anderen Golfstaaten, die über reiche Ölvorkommen verfügten. Dubai setze auf Logistik, auf Tourismus und Finanzdienstleistungen, "was im Grunde eine gute Idee ist", meint Nannini. Das Problem Dubais sei dabei allerdings gewesen, dass "alles übertrieben und in einem exzessiven Ausmaß betrieben wurde".

Um die erhöhten Risiken, die ein besonders auf Schwellenländer abzielender Fonds hat, abzumildern, soll der Anfang Oktober 2009 aufgelegte HSBC-Fonds Hgif Middle East and North Africa Fund stets 50 bis 60 Aktien umfassen. Dabei handele es sich um Aktien aus Marokko, Tunesien, Ägypten, Libanon, Jordanien, Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Währungs- und Liquiditätsrisiken will die Fondsgesellschaft durch ein gut diversifiziertes Portfolio begegnen. So sollen einzelne Länder im Portfolio nicht mit mehr als 15 Prozent gewichtet werden und einzelne Aktien nicht mit mehr als zehn Prozent. Die Marktkapitalisierung des Portfolios solle nicht unter 50 Mill. Dollar liegen. Mit Blick auf einzelne Sektoren sind Aktien aus der Banken-, Telekom - und Investitionsgüterbranche übergewichtet im Vergleich zum Benchmark-Index, dem Msci Arabian Markets ex Saudi. Untergewichtet sind dagegen Aktien der Immobilien- und der Rohstoffbranche.

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