Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2010

17:22 Uhr

Analyse

Silvia-Quandt-Team erwartet 2010 Dax-Anstieg auf 7 250 Punkte

Die ersten sechs Monate und das folgende Jahr 2011 dürften nach Einschätzung des Finanzdienstleisters Silvia Quandt & Cie. "relativ gute Jahre" für Aktienanleger in Deutschland werden.

dpa-afx FRANKFURT. Die ersten sechs Monate und das folgende Jahr 2011 dürften nach Einschätzung des Finanzdienstleisters Silvia Quandt & Cie. "relativ gute Jahre" für Aktienanleger in Deutschland werden. "Im Dax halte ich 7 250 Punkte im ersten Halbjahr für gut möglich", sagte der Leiter des Silvia-Quandt-Researchs Ralf Grönemeyer am Dienstag während eines Pressegesprächs in Frankfurt. Das Wirtschaftswachstum sollte die derzeitigen Schätzungen im ersten Halbjahr 2010 übertreffen, da Effekte aus dem Konjunkturprogramm und Lagerauffüllungen einhergehen werden. In der zweiten Jahreshälfte rechnet der Experte hingegen mit hochgeschraubten Gewinn- und Inflationserwartungen und einer dann einsetzenden Korrektur am Aktienmarkt um zehn bis 15 Prozent, bevor es wieder bergauf gehen werde.

Während Anleger inzwischen wieder zunehmend Sicherheit gewännen und daher die Aktien- und Rohstoffpreise hochtrieben, werde von den Zentralbanken erwartet, dass sie die Zinsen aufgrund steigender Arbeitslosenquoten weiter niedrig hielten. Daher rät Grönemeyser dazu, Bestände an Anleihen und Barbestände zu verringern und selektiv in Aktien, Rohstoffe und Immobilien zu investieren.

Allerdings seien 2010, "im ersten Jahr der neuen Normalität", als Folge der Finanzkrise nun globale Harmonisierungen der regulatorischen Rahmenbedingungen notwendig. Einhergehen müssten sie zugleich mit vorsichtigen Ausstiegen der Regierungen aus den diversen Konjunkturprogrammen, ohne dabei den Wirtschaftsaufschwung zu stoppen. "Das kann erfolgreich sein, wenn alle großen Nationen kooperieren", so Grönemeyer, der das Augenmerk zugleich auf die zugenommene Globalisierung lenkt, wo aus der einstigen Gruppe der sieben führenden Industrienationen längst die G-20 der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer geworden ist. Schon von daher rechnet er nicht mit größeren Zinsschritten in nächster Zeit, auch wenn Inflationsängste zunehmen dürften.

Mit wachsenden Inflationssorgen dürfte sich dann aber die Bewertungslücke zwischen Anleihen und Aktien schließen. Während sich die Unternehmensergebnisse im Verlauf dieses Jahres stabilisieren dürften, sollten die Leitzinsen leicht steigen. Nach der erwarteten Korrektur am Aktienmarkt in der zweiten Jahreshälfte, während der Grönemeyer mit aggressiven Übernahme-Aktivitäten rechnet, sollte der positive Trend am Aktienmarkt seines Erachtens weitergehen.

Zu den größten Gewinnern eines Aktienmarktanstiegs dürfen nach Ansicht des Silvia-Quandt-Research-Teams dabei vor allem die Aktien der Deutschen Börse (Kursziel 75,00 Euro) und des Salz- und Düngemittelproduzenten K+S (Ziel 53,00 Euro) zählen. Sie sind daher die Favoriten der beiden zum inzwischen fünfköpfigen Analystenteam zählenden Experten Christian Muschick und Harald Gruber. Unter den kleineren Werten hebt das Team KWG Kommunale Wohnen (Ziel 7,48 Euro) hervor und Highlight Communications (Ziel 9,50 Euro).

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf "Zum Home-Bildschirm"

Auf tippen, dann "Zum Startbildschirm hinzu".

×