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06.01.2010

13:42 Uhr

Analyse

UBS senkt Deutsche Telekom auf „Sell“

Die UBS hat Deutsche Telekom nach der überdurchschnittlichen Kursentwicklung der vergangenen Wochen von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel auf 8,70 (Kurs: 10,285) Euro belassen.

dpa-afx LONDON. Die UBS hat Deutsche Telekom nach der überdurchschnittlichen Kursentwicklung der vergangenen Wochen von "Neutral" auf "Sell" abgestuft und das Kursziel auf 8,70 (Kurs: 10,285) Euro belassen. Das Jahr 2010 könnte für den Telekommunikationskonzern schwierig werden, schrieb Analystin Laura Janssens in einer Studie vom Mittwoch. Das Momentum bei der Gewinnentwicklung sei negativ und die Prognosen der Analystin lägen um zwei Prozent unter dem Marktdurchschnitt.

Auch gebe es strukturelle Probleme in den Schwellenländern und bei der Konzerntochter T USA. -Mobile Aufgrund des rückläufigen Free Cash Flows sei die langfristige Dividendenentwicklung unsicherer als bei Wettbewerbern und der derzeitige Bewertungsabschlag mit dem Blick auf die Dividendenrendite könnte sich so in den kommenden Jahren relativieren.

T USA-Mobile habe im nationalen Vergleich den höchsten durchschnittlichen Umsatz je Kunden (Arpu) in der Sprachübertragung. Sollte sich die derzeitige Abschwächung allerdings fortsetzen, müsste der Arpu im Bereich Datenübertragung um 30 Prozent anspringen, um das Niveau zu halten. Dies dürfte sich im derzeitigen schwächeren Marktumfeld als schwierig erweisen. Die hohe Abhängigkeit von den Schwellenländern und Griechenland mit einem Anteil von 24 Prozent am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Konzerns könnte den Jahresausblick angesichts der Unsicherheiten über die dortige Erholung ebenfalls belasten.

Das Geschäft auf dem Heimatmarkt verlaufe zwar grundsätzlich gut, insbesondere der Mobilfunkbereich dürfte sich weiter positiv entwickeln. Eine beschleunigte Kabelakzeptanz berge jedoch Risiken für das zunächst noch stabil erwartete Festnetzgeschäft.

Mit der Einstufung "Sell" geht die UBS davon aus, dass der Gesamtertrag der Aktie (Kursgewinn plus Dividende) auf Sicht von zwölf Monaten um mindestens sechs Prozent unter der von UBS erwarteten Marktrendite liegt.

Analysierendes Institut UBS.

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