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14.01.2009

14:02 Uhr

Analyse

Zu früh für Einstieg bei europäischen Investmentbanken

London (dpa-AFX Broker) - Für einen Einstieg bei europäischen Banken ist es laut einer Studie von Jpmorgen derzeit noch zu früh. Weitere Restrukturierungen seien für europäische Investmentbanken unvermeidlich,schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Branchenstudie vom Mittwoch.

London (dpa-AFX Broker) - Für einen Einstieg bei europäischen Banken ist es laut einer Studie von Jpmorgen derzeit noch zu früh. Weitere Restrukturierungen seien für europäische Investmentbanken unvermeidlich,schrieb Analyst Kian Abouhossein in einer Branchenstudie vom Mittwoch. Er schraubte seine Ertragsschätzungen je Aktie für 2009 deutlich nach unten. Für Credit Suisse senkte er das Kursziel von 56 auf 46 Schweizer Franken (aktueller Kurs: 26,34 Franken) und beließ seine Empfehlung auf "Overweight". Das Kursziel für die UBS senkte Abouhossein von 28 auf 20 Franken (aktueller Kurs: 14,26 Franken)und behielt die Einstufung "Overweight" bei. Das Kursziel für die Deutsche Bank wurde von 51 auf 35 Euro (aktueller Kurs: 22,21 Euro) gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen.

Die überragenden Erträge der vergangenen sechs Jahre seien mit wachsendem Kapitalverbrauch bei zugleich steigenden Eigenkapitalrenditen einhergegangen, so Abouhossein weiter. Dies illustriere die Überschuldung und die risikoreiche Expansion der Investmentbanken. Mit dem Untergang dieser Entwicklung werde sich das hochgerechnete Jahresergebnis (Run Rate) strukturell ändern, da für 2009 mit den geringsten Erträgen der vergangenen zehn Jahre gerechnet werde und die Erträge für 2010 sich auf einem durchschnittlichen Niveau von 2003 befänden.

Abouhossein bevorzugt aber unter den europäischen Banken aufgrund der Flexibilität bei der Kostenanpassung noch immer die Investmentbanken gegenüber den Privatkundenbanken. In seiner Rangordnung belege die Credit Suisse den ersten Platz, gefolgt von der UBS und der Deutschen Bank. Da der Nettoinventarwert zu steigen beginne, die Risiken hoch und die Prognosen für das Ergebnis je Aktie (EPS) viel zu hoch seien, müssten die Investmentbanken aber eine grundsätzliche Restrukturierung ankündigen, damit eine Neubewertung erfolge.

Gemäß der Einstufung "Overweight" geht Jpmorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten besser als der vom Analystenteam beobachtete Sektor entwickeln wird. Gemäß der Einstufung "Underweight" geht Jpmorgan davon aus, dass sich die Aktie in den kommenden sechs bis zwölf Monaten schlechter als der vom Analystenteam beobachtete Sektor entwickeln wird.

Analysierendes Institut Jpmorgan.

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