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10.02.2005

09:48 Uhr

Analysten empfehlen BP und Statoil als aussichtsreichste Kandidaten - Dollarschwäche belastet Eni

Europas Ölwerte laufen wie geschmiert

VonKathrin Meyer

Die bisher erfreuliche Berichtssaison der europäischen Ölgesellschaften sorgt bei den Aktionären für Optimismus.

FRANKFURT/M. Den Anfang machte der Royal Dutch/ Shell-Konzern, der für 2004 ein Rekordergebnis meldete. Gestern bestätigte dann Branchenprimus BP mit einem Gewinnsprung von 45 Prozent die Erwartungen der Analysten. Das britische Unternehmen bleibt der Börsenexperten liebstes Kind. „BP hat frühzeitig in die Erschließung neuer Ölfelder investiert“, sagt Ralf Müller-Rehbehn, Fondsmanager bei Union Investment. Die Ergebnisse dieser Aktivitäten würden sich vor allem in den kommenden drei Jahren auf die Gewinne niederschlagen. Andere Konzerne wie Royal Dutch/ Shell hätten rechtzeitige Investitionen versäumt.

Das zeige sich besonders bei der Veröffentlichung des Jahresergebnisses Anfang Februar. Die Überraschung über die schwachen Ölreserven des Konzerns wog stärker als der Gewinnanstieg von 48 Prozent. Derzeit schätzt Müller-Rehbehn die Shell-Aktien leicht günstiger als die Royal Dutch-Papiere ein: „Bis zu Verschmelzung haben Aktionäre der britischen Shell einen Dividendenvorteil.“ Ab Mitte 2005 werden die bisher getrennt gehandelten Aktien von Royal Dutch und Shell zusammengefasst.

„Ein Bewertungsabschlag von Royal Dutch/Shell gegenüber der Konkurrenz ist gerechtfertigt“, sagt auch Dennis Nacken, Analyst von Helaba Trust. Seiner Ansicht nach fällt der Abschlag derzeit jedoch zu hoch aus. Das Unternehmen habe seine Ölreserven sehr konservativ angesetzt. Er empfiehlt deshalb beide Aktien zum Kauf.

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