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06.02.2005

15:40 Uhr

Analysten sind angesichts guter Rahmendaten optimistisch

Ausblick: Dax vor dem 4 400er-Gipfel

Der aktuelle Kursaufschwung am Aktienmarkt wird sich nach Einschätzung von Experten in der kommenden Woche fortsetzen. Analysten bauen dabei auf weitere positive Überraschungen aus Unternehmenskreisen in der laufenden Berichtsaison sowie auf den fallenden Euro. Im Blickpunkt steht der erste Börsengang des Jahres, die Erstnotiz der Aktien des Solarstrom-Unternehmens Paion. Unterschiedlich schätzen die Analysten indes die Stärke der Hausse ein.

HB DÜSSELDORF. „Der niedrigere Ölpreis und der etwas festere Dollar sprechen dafür, dass die Marke von 4 400 Dax-Punkten bereits nächste Woche fallen könnte“, sagte Frank Schallenberger, Aktienstratege bei der LBBW. Den Kursgewinn der zu Ende gehenden Woche im Deutschen Aktienindex (Dax) von 2,7 Prozent auf über 4 300 Punkte führt er vor allem auf die überzeugenden Quartalsberichte von Henkel und der Deutschen Bank sowie die Anhebung der Gewinnprognosen bei Continental zurück. Analysten reagierten auf die positiven Ergebnismeldungen mit auffallend mehr Hochstufungen als Abstufungen. Enttäuschungen kamen bislang nur aus dem Technologiesektor, so bei Alcatel und Epcos.

In der nächsten Woche berichten Puma und Comdirect (Montag), IWKA (Dienstag), Lufthansa und Schering (Mittwoch) sowie DaimlerChrysler (Donnerstag) über ihre Geschäftszahlen. Auch Hannover Rück, Pfeiffer und Elmos legen Zahlen vor. Unter den Konjunkturdaten ragt vor allem die US-Handelsbilanz am Donnerstag heraus.

Unternehmen vor Übernahmen

Auch die rapide Zunahme von Übernahmefantasien in allen Sektoren beflügelt die Aktienmärkte: Rund um HypoVereinsbank wurden Übernahmegerüchte ihrer Tochter DAB Bank durch die comdirect laut, und bei Linde wurde über Attacken eines US-Investors spekuliert. Selbst von Konjunkturseite bessert sich das Bild: Die etwas schwächeren US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag wurden gut weggesteckt. Und seit der Bekanntgabe der deutschen Auftragseingänge für Dezember könne das Bild von der schwächelnden Binnenkonjunktur nicht mehr aufrechterhalten werden, meinen verschiedene Beobachter. Vor allem der Verweis auf die Binnennachfrage hatte bei internationalen Anlegern die Schwäche des Dax gegenüber den anderen Welt-Indizes gerechtfertigt.

Die Auftragseingänge in Deutschland waren im Dezember um 7,1 Prozent gestiegen, nachdem nur ein Anstieg um 1,5 Prozent erwartet worden war. Während die Auslandsaufträge um 5,3 Prozent zulegten, explodierte die Binnennachfrage mit 8,8 Prozent. Dies sei einer der höchsten Anstiege seit der Wiedervereinigung, heißt es von Ökonomen. Dazu kommt die Entspannung bei Euro und Ölpreis; alles zusammen also ordentliches Futter für einen Kursanstieg.

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