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18.01.2011

06:54 Uhr

Analysten

US-Aktien stärker als Titel der Schwellenländer

US-Banken, darunter Goldman Sachs Group und JP Morgan Chase gehen nicht länger davon aus, dass Aktien aus Schwellenländern auch 2011 besser abschneiden werden als die US-Werte im S&P 500 Index.

Strategen von Goldman Sachs haben ihre Prognose für den S&P 500 für Ende 2011 auf 1.500 Zähler angehoben. Derzeit notiert der Index bei 1.290 Punkten. Quelle: Reuters

Strategen von Goldman Sachs haben ihre Prognose für den S&P 500 für Ende 2011 auf 1.500 Zähler angehoben. Derzeit notiert der Index bei 1.290 Punkten.

NEW YORK. In den Schwellenländern von Russland bis China werden die Notenbanken dieses Jahr zunehmend unter Druck kommen, die Leitzinsen zu erhöhen. Das wird ihre Aktien für ausländische Anleger unattraktiver machen und zu größerem Interesse an US-Aktien führen, lautet die Einschätzung.

Mit einer strafferen Geldpolitik werden sich die Verantwortlichen in den Schwellenländern weiter von US-Notenbankchef Bernanke entfernen. Er will die Leitzinsen für einen längeren Zeitraum nahe Null halten und damit die wirtschaftliche Erholung weiter anschieben.

Diese Entwicklung hat die US-Bank Goldman Sachs Group veranlasst, ihre Empfehlung für Aktien der BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China abzuschwächen. Auch JP Morgan Chase hat die Vorliebe für die Aktien der aufstrebenden Schwellenländer aufgegeben.

Die Schwellenländer "stehen im Kampf gegen die Inflation ganz vorne an der Front", sagt Eric Fine, Portfoliomanager bei Van Eck Associates in New York. Die Abwägung zwischen Inflation und Wachstum werde in diesem Jahr noch schwieriger, fügt er an.

Die Kombination aus zunehmendem Wachstum in Volkswirtschaften wie den USA und zugleich wenig Druck in Richtung einer geldpolitischen Straffung dürfte deren Aktienmärkten zugute kommen, schrieb Dominic Wilson, Leiter der weltweiten Marktanalyse bei Goldman Sachs in New York in einem aktuellen Bericht. Strategen von Goldman haben ihre Prognose für den S&P 500 für Ende 2011 auf 1.500 Zähler angehoben. Derzeit notiert der Index bei 1.290 Punkten.

Mit ihrer Zuversicht sind die Analysten von Goldman nicht allein. Auch Robert Doll, Chef-Aktienstratege beim Vermögensverwalter BlackRock in New York, erwartet, dass die US-Aktien dieses Jahr relativ stärker zulegen als die Emerging-Markets-Titel.

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