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25.08.2014

13:59 Uhr

Anlagestrategie

„Der deutsche Strommarkt bleibt schwierig“

VonJürgen Röder

Eine dramatische Talfahrt haben die Aktienkurse von RWE und Eon in den vergangenen Jahren hinter sich. Lohnt sich jetzt der Einstieg für Anleger? Analysten bevorzugen einen anderen Wert aus der Versorgerbranche.

Dunkle Wolken über den Hochspannungsleitungen: Ähnlich sieht die Situation für die deutschen Stromkonzerne aus, die vor einer schwierigen Zukunft stehen. dpa

Dunkle Wolken über den Hochspannungsleitungen: Ähnlich sieht die Situation für die deutschen Stromkonzerne aus, die vor einer schwierigen Zukunft stehen.

DüsseldorfDie Charts der deutschen Energieversorger geben ein trauriges Bild ab: Der deutsche Leitindex ist in den vergangenen sechs Jahren um mehr als 50 Prozent gestiegen, die Kurse der Dax-Mitglieder RWE und Eon notieren heute hingegen bei weniger als einem Drittel.

Die Aktie von RWE notierte Anfang 2008 noch knapp über 100 Euro, derzeit kostet ein Anteilsschein weniger als 30 Euro. Ähnlich der Verlauf bei Eon: Bei über 50 Euro lag Anfang 2008 der historische Höchststand des Wertpapiers, aktuell liegt der Kurs bei unter 14 Euro. Aus diesem Blickwinkel haben beide Papiere noch erhebliches Nachholpotenzial. Doch dabei müssen Anleger vermutlich eines mitbringen: Geduld.

Fundamental orientierte Analysten sind eher skeptisch zur Zukunft der beiden Aktien. Laut dem Analystencheck von Handelsblatt Online überwiegen die Verkaufsempfehlungen sowohl für RWE als auch für Eon. Lediglich Goldman Sachs ist optimistisch und empfiehlt Eon mit einem Kursziel von 19,50 Euro zum Kauf, was ein Aufwärtspotenzial von mehr als 40 Prozent bedeutet.

Die Commerzbank beispielsweise hat zwar die Kursziele beider Titel angehoben (Eon: von 13 auf 14 Euro, RWE: von 23 auf 26 Euro), bleibt aber bei der Empfehlung „Reduce“. „Der deutsche Strommarkt wird für lange Zeit schwierig bleiben“, heißt es in der Studie.

Da im aktuellen Kursniveau bereits viele Hoffnungen eingepreist seien, ergebe sich Spielraum für Enttäuschungen. Denn die Kurse der beiden Versorger haben sich in den vergangenen anderthalb Jahren wieder etwas erholt. Mitte 2013 lag das Eon-Papier noch bei 11,94 Euro, RWE noch bei 20,74 Euro.

Kommentare (2)

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25.08.2014, 14:21 Uhr

Mit dem EEG und der Ethik-Energiewende wurd aus einen deutschen Strommarkt ein Merklisches Strom-Zwangssubventions-Abgabensystem geschaffen. Ganz nach dem sozialistischen Planerfüllungssystem einer DDR.
Das EEG ist sozialistisches Plansystem pur und hat mit einer sozialen freien Marktwirtschaft nicht mehr das geringste zu tun.
Energiewende/EEG = Armut und Mangel!

Herr Peter Kock

25.08.2014, 16:04 Uhr

Solange die Stromerzeuger alle Mißwirtschaft auf den Verbraucher abwälzen können ist deren Welt doch o.k. !Und die Lobbyisten sorgen schon dafür ..... für gutes Geld natürlich ! Nur im Plenarsaal sitzen wär auch blöd oder ?
Deshalb ist da auch kaum jamand zu sehen denn man hat ja seinen 2. , 3. und 4.-Job !

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