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12.01.2005

11:50 Uhr

Aktien

Anteilseigner reagieren kaum auf Abbau der MAN-Beteiligung

Die Aktien der MAN-Anteilseigner haben am Mittwoch verhalten auf den Verkauf der Anteile an dem Maschinenbaukonzern reagiert.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der MAN-Anteilseigner haben am Mittwoch verhalten auf den Verkauf der Anteile an dem Maschinenbaukonzern reagiert. Obwohl Allianz, Commerzbank und Münchener Rück laut Experten durch den Beteiligungsabbau Buchgewinne im unteren dreistelligen Millionen-Bereich erzielen werden, sanken die Aktien um jeweils rund ein halbes Prozent. "Tendenziell ist es zwar positiv, wenn die Strukturen entflochten werden, großes Kurspotenzial birgt dies aber nicht", sagte Aktienmarktstratege Christian Schmidt von Helabatrust.

Bis 11.25 Uhr gaben Allianz 0,63 Prozent auf 95,00 Euro nach, Commerzbank verloren 0,62 Prozent auf 16,11 Euro und Münchener Rück fielen um 0,35 Prozent auf 91,68 Euro. Der Dax sackte unterdessen um 0,26 Prozent auf 4 247,41 Zähler ab. Die drei Unternehmen trennen sich von ihren über die Regina Verwaltungsgesellschaft gehaltenen Anteilen an dem Maschinenbaukonzern. Regina hält derzeit 24,20 Prozent am gezeichneten Grundkapital und 25,24 Prozent am stimmberechtigten Kapital der MAN.

Carsten Zielke, Analyst bei der West LB, rechnet bei der Allianz mit einem Buchgewinn von rund 200 Mill. Euro vor versichertem Anteil und mit rund 110 Mill. nach Steuern und versichertem Anteil. Für die Münchener Rück erwartet er nach Steuern rund 100 Mill. Euro. Olaf Kayser, Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz, prognostiziert für die Commerzbank einen steuerfreien Buchgewinn von rund 140 Mill. Euro. "Ein guter Einstieg ins neue Jahr", sagte Zielke. Es sei damit gerechnet worden, aber dieser Schritt sei Anfang des Jahres überraschend.

Für den Verkauf der über die Regina Verwaltungsgesellschaft gehaltenen MAN-Aktien waren laut Commerzbank der Kurs und die Marktverhältnisse ausschlaggebend. Es habe keinen zeitlichen Zielkorridor gegeben, sagte ein Sprecher der Bank auf Anfrage. Die drei Regina-Partner seien sich generell über einen Verkauf einig gewesen. Die ausführende und beratende Investmentbank Goldman Sachs habe den Markt sondiert und dann zu diesem Schritt geraten. Zu einem möglichen Buchgewinn der Commerzbank wollte der Sprecher keine Angaben machen.

LRP-Analyst Michael Punzet wies darauf hin, dass sich nun Gerüchte bestätigt hätten, wonach sich die Regina bei Kursen um 30 Euro von der Beteiligung trennen wollte. Dies habe den Kursanstieg von MAN in den letzten Monaten immer wieder im Bereich der 30 Euro-Zone gebremst, obwohl das Unternehmen in den letzten Monaten mit guten Zahlen und einem positive Ausblick glänzen konnten, so Punzet.

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