Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.06.2017

18:53 Uhr

Arzneimittelhersteller Stada

Größter Stada-Aktionär verkauft Anteilspaket

Der größte Stada-Aktionär hat sich von seinen Anteilen am Arzneimittelhersteller getrennt. Das Paket dürfte vor allem bei den Finanzinvestoren landen, die für Stada einen Milliardenbetrag geboten haben.

Der größte Stada-Aktionär hat sich von seinem Aktienpaket getrennt. dpa

Pharmakonzern Stada

Der größte Stada-Aktionär hat sich von seinem Aktienpaket getrennt.

Bad VilbelDer Stada-Großaktionär AOC versilbert mitten im Übernahmepoker um den hessischen Arzneimittelhersteller all seine Anteile. Der Investor hat sein Paket von rund 5 Prozent der Stada-Aktien veräußert, wie ein AOC-Sprecher nach einer Stada-Börsenpflichtmitteilung am Freitag sagte. Der aktivistische Investor war im vergangenen Jahr bei Stada eingestiegen und hatte auf Veränderungen im Geschäftsmodell gedrängt sowie Aufsichtsratschef Martin Abend zu Fall gebracht. Man gehe davon aus, dass die veräußerten Anteile den Finanzinvestoren Bain und Cinven angedient würden, teilte AOC mit.

Der Pharmakonzern steht vor einer Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven, die das Unternehmen für 5,3 Milliarden Euro kaufen wollen. Vorstand und Aufsichtsrat von Stada hatten den Aktionären empfohlen, die Offerte anzunehmen und ihnen dafür zuletzt eine verlängerte Frist bis 22. Juni eingeräumt. Mit dem vorzeitigen Verkauf zeigt AOC Zweifel am Gelingen der Übernahme. Zuletzt musste die Annahmefrist verschoben werden, weil nicht genug Aktionäre ihre Papiere angeboten hatten.

Stada: Finanzinvestoren kommen bei Übernahme voran

Stada

Finanzinvestoren kommen bei Übernahme voran

Bei der Übernahme des Arzneimittelherstellers Stada machen die Finanzinvestoren Bain und Cinven Fortschritte. Knapp ein Drittel der Aktionäre hat ihr Angebot akzeptiert. Eine Woche Zeit bleibt den Investoren.

Der für AOC lukrative Ausstieg kommt nicht unerwartet. Stada-Aktien notierten am Freitag bei mehr als 64 Euro und damit nicht weit von ihrem jüngsten Rekordhoch im Mai. Bain und Cinven wollen 66 Euro je Anteil zahlen. Die Papiere sind binnen eines Jahres um mehr als 45 Prozent gestiegen, vor Beginn des Übernahmepokers im Februar standen sie bei unter 50 Euro. Stada wollte sich nicht zu dem Vorgang äußern.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×