Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.04.2011

15:05 Uhr

AS Rom

Ein Fußballklub im Ausverkauf

Als erster italienischer Fußballverein gerät der AS Rom zur Mehrheit in ausländische Hände. Und der zahlt keinen guten Preis. An der Börse stürzt die Aktie des Traditionsklubs ab. Profiteur ist der Lokalrivale Lazio.

Fans des AS Rom schwenken USA-Fahnen. An der Börse sind die Reaktionen deutlich kühler. Quelle: dpa

Fans des AS Rom schwenken USA-Fahnen. An der Börse sind die Reaktionen deutlich kühler.

Düsseldorf/RomDie Anhänger des AS Rom fiebern dem Pokal-Duell mit Inter Mailand entgegen. Am Dienstagabend reist die "Roma" zum Halbfinalspiel nach Mailand. Nachdem es in der italienischen Liga in den vergangenen Wochen eher durchwachsen lief und die Römer als Sechste sogar um den Einzug ins internationale Geschäft bangen müssen, bietet der Pokal die Chance, die Saison doch noch zu einem Erfolg werden zu lassen.

An der Börse interessiert die Investoren der Showdown zwischen Inter und dem AS Rom nur am Rande. Dort brach die Aktie des hoch verschuldeten Vereins aus Rom zu Wochenbeginn in der Spitze um 38 Prozent auf 0,72 Euro ein, ehe die Papiere vom Handel ausgesetzt wurden. Es war der größte Tagesverlust in der Vereinsgeschichte.

Grund für den Absturz ist der Verkauf der Mehrheit an dem Fußball-Verein an Investoren aus den USA. Der bisherige Mehrheitsaktionär Italpetroli hatte am Samstag den Verkauf seines Zwei-Drittel-Anteil zum Preis von 0,6781 Euro je Aktie an den US-Geschäftsmann Thomas di Benedetto und die Unicredit verkauft. Im Vergleich zum Schlusskurs vom Freitag ist dies ein Abschlag von 42 Prozent. Nach italienischem Recht müssen die Käufer den restlichen Aktionären AS Rom nun ebenfalls ein Übernahmeangebot machen.

Di Benedetto hält als Partner in der Firma New England Sports Ventures auch Anteile am US-Baseball-Team Boston Red Sox und am britischen Fußball-Club FC Liverpool. Für die Anteile am AS Rom bezahlt er insgesamt Millionen Euro, 42 Millionen davon fließen sofort. Der Investor kündigte an, in den kommenden zwei Jahren 125 Millionen in den Klub investieren zu wollen. Als neuer Trainer ist bereits Carlo Ancelotti im Gespräch, der beim FC Chelsea nach dem Champions-League-Aus gegen Manchester United vor der Entlassung steht.

Der AS Rom war 17 Jahre lang mehrheitlich im Besitz der römischen Unternehmerfamilie Sensi. Im Juli hatte der Sensi-Clan die Mehrheit des überschuldeten Vereins an die Gläubigerbank Unicredit übergeben und zunächst einen 49-prozentigen Anteil behalten. Die Familie Sensi mit Roma-Geschäftsführerin Rosella Sensi an der Spitze hatte in den Verkauf des Klubs eingewilligt, dessen Wert auf rund 200 Millionen Euro geschätzt wird. Der Verein ist Medienberichten zufolge mit 370 Millionen Euro verschuldet.

Nach dem Verkauf an den US-investor ist der AS Rom der einzige Klub in der italienischen Serie A, der unter ausländischer Kontrolle steht. Immerhin ist di Benedetto Anglo-Amerikaner und nach eigenen Angaben mit einem "Vater aufgewachsen, der ein glühender FAns alles Italienischen war". Sein Ziel, so "erfolgreich in Rom zu sein wie Herr Berlusconi in Milan" scheinen viele Investoren aber mit Skepsis zu sehen. Sie schauen sich offenbar nach Alternativen an der Börse an. Denn während die Roma-Aktie am Montag auf Talfahrt ging, legten die Papiere des Lokal- und Erzrivalen Lazio um sechs Prozent zu.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Tommy

18.04.2011, 17:03 Uhr

Wow wieviele Rechtsschreibfehler kann man in solch einem kurzen Artikel machen? Ich habe vier gezählt.

Account gelöscht!

19.04.2011, 08:51 Uhr

Hallo Handelsblatt-Team,

ich bin ja wirklich erfreut, dass dieses Thema diskutiert wird. Leider ist es erschreckend, dass es keiner für nötig hält diesen Artikel nochmals Korrektur zu lesen. Die vorhandenen Rechtschreibfehler und sinnlose Sätze sind einem Handelsblatt nicht würdig.
Beim nächsten mal bitte etwas mehr Zeit nehmen und den Artikel 2 Minuten später einstellen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×