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18.01.2017

18:18 Uhr

Aumann

Maschinenbauer soll im Frühjahr an die Börse

Die Börsenpläne für den westfälischen Maschinenbauer Aumann werden konkreter. Eigentümer MBB peilt als Zeitpunkt der Emission offenbar April oder Mai an. Aumann soll vom Elektroauto-Boom profitieren.

Das westfälische Unternehmen Aumann wurde 2015 von der Berliner Beteiligungsholding MBB gekauft. Felix Kädpa

Maschinenbau

Das westfälische Unternehmen Aumann wurde 2015 von der Berliner Beteiligungsholding MBB gekauft.

FrankfurtDie Börsenpläne für den westfälischen Maschinenbauer Aumann werden Finanzkreisen zufolge konkreter. Dessen Eigentümer, die börsennotierte Beteiligungsholding MBB, peile April oder Mai als Zeitpunkt der Emission ihrer wertvollsten Tochtergesellschaft an, sagten drei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. MBB stehe kurz davor, die US-Investmentbank Citi sowie die Privatbanken Berenberg und Hauck & Aufhäuser mit den Vorbereitungen für den Börsengang zu beauftragen. MBB und die genannten Banken wollten sich nicht dazu äußern.

Aumann soll vom Elektroauto-Boom profitieren. Die Firma aus Beelen im Münsterland, das mit knapp 600 Mitarbeitern unter anderem Motor-Wickelmaschinen produziert, beliefert sowohl die großen Autobauer und -zulieferer als auch Hersteller von E-Bikes. Aumann entstand aus dem gleichnamigen Mittelständler, den die Berliner MBB 2015 gekauft hatte, und aus der MBB Fertigungstechnik, die seit 2012 zu ihren Beteiligungen gehört.

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Laut den Insidern will MBB rund 40 Prozent an Aumann an die Börse bringen. Bei der im November beschlossenen Ausgliederung hatte MBB erklärt, die Mehrheit langfristig behalten zu wollen. Das Unternehmen boomt: Aumann erwartet für das laufende Jahr rund 150 Millionen Euro Umsatz, das ist fast die Hälfte des konsolidierten Umsatzes von MBB. Der Auftragseingang liegt bereits bei 180 Millionen Euro.

Analysten zufolge ist Aumann allein fast so viel wert wie die gesamte MBB, die auf einen Börsenwert von rund 480 Millionen Euro kommt. Der Börsengang könnte damit mehr als 200 Millionen Euro schwer werden. 2007 hatte MBB bereits den Holzverarbeiter Delignit an die Börse gebracht, an dem sie 76 Prozent hält.

Von

rtr

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