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20.01.2005

12:19 Uhr

Ausgabepreis zwischen 15 und 20 Euro im Gespräch

Paion-Börsenpremiere nimmt Gestalt an

Schon in wenigen Wochen will der Aachener Medikamentenentwickler Paion als erster deutscher Börsenkandidat in diesem Jahr seine Premiere am Aktienmarkt feiern.

HB AACHEN. Der Sprecher des biopharmazeutischen Unternehmens, Peer Schröder, bestätigte damit am Donnerstag einen Bericht der „Financial Times Deutschland“ (FTD). Nach der viel versprechenden Entwicklung des Produkts Desmoteplase (DSPA) zur Behandlung von Schlaganfall-Patienten „sind weitere Produkte in der Pipeline, für die wir die Mittel aus dem Börsengang brauchen“, sagte der Unternehmenssprecher.

Details des Börsengangs sollen auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am kommenden Montag (24.1.) bekannt gegeben werden. Wie die Finanznachrichtenagentur dpa-AFX aus Branchenkreisen erfuhr, sollen 3,5 bis 5 Millionen Aktien an der Börse platziert werden. Der Ausgabepreis solle zwischen 15 bis 20 Euro liegen. Voraussichtlich mehr als 60 Millionen Euro würden als Emissionsvolumen angepeilt.

Dem Zeitungsbericht zufolge soll Paion mit einer Bewertung von 150 Millionen bis 180 Millionen Euro an den Markt kommen. Als Erstnotiz zeichne sich der 9. Februar ab. Der Sprecher wollte die Zahlen und den Termin nicht kommentieren.

Das Aachener Unternehmen, das 2000 als GmbH gegründet worden war und derzeit rund 50 Mitarbeiter beschäftigt, steht vor der Zulassung des Produkts Desmoteplase, das bereits für zahlreiche Schlagzeilen sorgte. Das Mittel ist eine gentechnisch hergestellte Version eines Blutgerinnsel lösenden Proteins aus dem Speichel der Vampirfledermaus Desmodus rotundus. Es kann nach Unternehmensangaben Blutgerinnsel gezielt und lokal auflösen und soll zur Behandlung von Schlaganfallpatienten noch bis zu neun Stunden nach Einsetzen der Symptome eingesetzt werden.

Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Europa und in den USA. Für die weitere Entwicklung und Vermarktung des Schlaganfallprodukts in den USA und Kanada hatte Paion eine Vereinbarung mit dem US-Pharmakonzern Forest Laboratories geschlossen.

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