Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.02.2005

10:50 Uhr

Aktien

Automobilwerte nach US-Abatzzahlen uneinheitlich

Die Aktien der deutschen Autobauer haben sich am Mittwoch nach der Veröffentlichung der Januar-Absatzzahlen für den US-Markt höchst uneinheitlich entwickelt.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der deutschen Autobauer haben sich am Mittwoch nach der Veröffentlichung der Januar-Absatzzahlen für den US-Markt höchst uneinheitlich entwickelt. Während Volkswagen als zweitschwächster Dax-Wert um 1,12 Prozent auf 36,97 Euro verloren, addierten Daimler-Chrysler 0,91 Prozent auf 35,54 Euro hinzu. BMW verteuerten sich um 0,34 Prozent auf 32,88 Euro. Der Dax zog bis 10.20 Uhr um 0,21 Prozent auf 4 288,77 Punkte an. Außerhalb des Dax' gaben Porsche-Vorzüge um 0,73 Prozent auf 494,36 Euro ab.

"Ich bin mit den Zahlen alles in allem zufrieden", sagte ein Aktienhändler einer Frankfurter Großbank. Die Aktien von Volkswagen hätten ihren Kursanstieg vorerst beendet, nachdem sie am Dienstag auf den höchsten Stand seit neun Monaten geklettert waren. Daimler-Chrysler verbesserten sich vor allem wegen der positiv aufgenommenen Entwicklung bei Chrysler. Der Absatzrückgang bei Mercedes sei dem Modellwechsel geschuldet, fügte der Händler hinzu. Besonders die neue M-Klasse und die Fahrzeuge der R-Klasse seien nach seiner Ansicht für den US-Markt gut geeignet.

Unerklärlich seien für ihn die Kursverluste bei Porsche. Der erneuerte Boxter habe ein Absatzplus von 86 Prozent erreicht, betonte der Händler. Bei der Sportwagenmarke war insgesamt der Absatz um ein Prozent auf 2,281 Fahrzeuge gesunken. Der ausgeweitete Rückruf von BMW wegen fehlerhafter Diesel-Einspritzpumpen habe keine Auswirkungen auf den Kurs, fügte der Händler hinzu. Der Fehler werde am Markt als Fehler des Zuliefers Bosch angesehen.

Zufrieden nahm auch Automobilanalyst Fabian Kania die Absatzbilanz auf. "Die Autoverkäufe in den USA sind im Januar bereinigt um die Anzahl der Verkaufstage 2,2 Prozent gestiegen. Angesichts der in Teilen des Landes schlechten Wetterverhältnisse ist dies kein schlechter Jahresauftakt." Zudem seien nach Angaben des Marktforschers CNW die durchschnittlich gewährten Rabatte im Vergleich zum Dezember um rund 200 Dollar auf 4 143 Dollar je Fahrzeug gesunken. Um die Arbeitstage bereinigt sei der Absatz bei Porsche um 6,3 Prozent gestiegen: "Nach guten Dezember-Zahlen musste der Cayenne allerdings ein deutliches Minus 15 Prozent hinnehmen."

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×