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14.04.2015

08:15 Uhr

Autovermieter

Sixt bringt Leasing-Tochter an die Börse

Um im Leasing-Geschäft weiter wachsen zu können, will Autovermieter Sixt das entsprechende Tochterunternehmen an die Börse schicken. Schon jetzt spült die Sparte den Münchenern Millionengewinne in die Kassen.

Die Autovermietung bring die Leasing-Tochter an die Börse. dpa

Erich Sixt, Vorstandsvorsitzende der Sixt SE

Die Autovermietung bring die Leasing-Tochter an die Börse.

FrankfurtDer Autovermieter Sixt will seine Leasingtochter noch dieses Jahr auf das Börsenparkett führen. Die Aktienemission soll dem Flottenspezialisten 100 Millionen Euro einbringen, wie die Pullacher am Dienstag mitteilten. Vor dem Schritt stecke die Mutter der Sixt Leasing AG noch 30 Millionen Euro an Eigenkapital zu. „Das IPO soll Spielraum für weiteres Wachstum und weitere Erhöhung der Rentabilität schaffen“, hieß es. Im abgelaufenen Jahr kam die Leasingsparte von Sixt auf einen Gesamtumsatz von 575 Millionen Euro, ohne den Erlös aus dem Verkauf von Gebrauchtwagen auf knapp 428 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Steuern habe bei 25,6 Millionen Euro und habe seit 2012 im Schnitt um ein Viertel pro Jahr zugelegt. Gegenwärtig verfüge die Sixt Leasing über annähernd 100.000 Leasing- und Flottenmanagementverträge. „Nach dem beeindruckenden Umsatz- und Ertragswachstum in den vergangenen Jahren ist Sixt Leasing auf den Börsengang optimal vorbereitet“, sagte Haupteigner und Unternehmensgründer Erich Sixt.

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Der Kontrakt von Vorstandschef Erich Sixt läuft noch fünf Jahre, bis dahin will der 70-Jährige noch schnell den US-Markt erobern. Aber was kommt danach? Die Nachfolge ist bei dem Autovermieter besonders heikel.

Der Mutterkonzern will sich im Rahmen des Börsengangs von der Mehrheit an der Tochter trennen, weiterhin aber einen Anteil von mindestens 40 Prozent halten und damit faktisch weiter das Sagen haben. Den kommenden Miteignern verspricht Sixt eine - vergleichsweise bescheidene - Ausschüttungsquote von 30 bis 40 Prozent des Gewinns. Für die Abwicklung haben die Bayern die Commerzbank, Berenberg und die Baader Bank engagiert. Am Kapitalmarkt kamen die Pläne gut an: Die Aktien des Sixt-Konzerns kletterten vorbörslich um gut drei Prozent.

Von

rtr

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