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05.01.2005

10:10 Uhr

Aktien

Autowerte schlagen sich nach US-Absatzzahlen besser als Dax

Die Aktien der deutschen Autobauer haben sich nach der Veröffentlichung von US-Absatzzahlen am Mittwoch besser als das Börsenbarometer Dax geschlagen.

dpa-afx FRANKFURT. Die Aktien der deutschen Autobauer haben sich nach der Veröffentlichung von US-Absatzzahlen am Mittwoch besser als das Börsenbarometer Dax geschlagen. Die drei deutschen Autohersteller BMW , Porsche sowie die Daimler-Chrysler-Marke Mercedes-Benz haben im vergangenen Jahr auf dem weltweit wichtigsten Automarkt USA so viele Autos verkauft wie nie zuvor. Dagegen musste die Volkswagen-Tochter Audi einen fast zweistelligen prozentualen Abschlag einstecken.

Händler sprachen dann auch bei Daimler-Chrysler von besser als erwarteten US-Absatzzahlen: "Die Dezember-Zahlen lagen über den Prognosen," sagte ein Händler. Die US-Tochter Chrysler zeigte ein Plus von fünf Prozent auf 199 280 Einheiten. "Erwartet wurden rund drei Prozent", sagte der Börsianer. Die Aktie verlor nach einem Vortagesplus von mehr als einem Prozent zuletzt jedoch 0,55 Prozent auf 35,85 Euro. Volkswagen-Papiere gaben 0,29 Prozent auf 34,78 Euro nach und waren damit zweitbester Titel im Dax. BMW-Papiere büßten 0,67 Prozent auf 34,19 Euro ein. Das Börsenbarometer verlor dagegen 1,04 Prozent auf 4 245,80 Punkte.

"Wir haben in den vergangenen Tagen bereits eine leichte Aufholjagd bei den Autotiteln gesehen", erklärte ein Händler die leichten Verluste der Autopapiere. Die Autowerte hatten in den vergangenen Tagen erneut vom sinkenden Eurokurs profitiert und teilweise mehr als zwei Prozent zugelegt.

US-Absatzzahlen

Der gesamte Konzern Daimler-Chrysler verbesserte den US-Absatz in 2004 um drei Prozent auf 2 427 634 Fahrzeuge. Dank der Modellwechsel verbuchte Daimler-Chrysler im Dezember einen Schlussspurt: Die Verkaufszahlen des Konzerns legten um elf Prozent auf 225 887 Fahrzeuge zu. Mercedes steigerte den Absatz um 23 Prozent auf 26 607 Autos. Bei der US-Tochter Chrysler gab es ein Plus von fünf Prozent auf 199 280 Einheiten. Die Analysten von Goldman Sachs sehen die Aktien von Daimler-Chrysler wegen der erwarteten Restrukturierungserfolge als "Top-Pick".

Einen fast zweistelligen prozentualen Abschlag musste dagegen die Volkswagen-Tochter Audi hinnehmen. Noch härter traf es die Marke Volkswagen, deren US-Absatz im vergangenen um rund 15 Prozent sank. Einen Hoffnungsschimmer lieferte allerdings das Dezember-Ergebnis von VW, als die Marke Volkswagen den Absatz um 19 Prozent auf 21 469 Stück steigerte. "Hier war nur ein leichtes Plus eingepreist und die Märkte sind entsprechend positiv überrascht", erklärte ein Händler der Handelsbank Alpha. BMW steigerte den 2004er-Absatz in Nordamerika um sieben Prozent auf 296 111, Porsche dank des Geländewagens Cayenne um elf Prozent auf 33 289 Fahrzeuge.

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