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03.11.2014

11:37 Uhr

Autozulieferer

Was Hella an der Börse kosten soll

Die Zeichnungsfrist für Aktien des Autozulieferers Hella beginnt, noch bis 6. November können sich Anleger Papiere reservieren. Mittelfristig will die Familiengesellschaft mit rund 60 Prozent Mehrheitseigner bleiben.

Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will der westfälische Autozulieferer Hella seine Auslandsexpansion finanzieren. dpa

Mit den Einnahmen aus dem Börsengang will der westfälische Autozulieferer Hella seine Auslandsexpansion finanzieren.

DüsseldorfDer Autozulieferer Hella wird bei seinem Börsengang mit bis zu 3,1 Milliarden Euro bewertet. Das Unternehmen aus dem westfälischen Lippstadt setzte die Preisspanne für die zweite Phase der Emission auf 25 bis 28 Euro fest, wie Hella am Montag mitteilte. Damit müssen neue Anleger möglicherweise etwas mehr zahlen als die Groß-Investoren und Vermögensverwaltungen reicher Familien, die in der ersten Phase zu einem Preis von je 25 Euro zugeschlagen hatten.

Angeboten werden seit Montag weitere bis zu 5,75 Millionen Aktien, die Zeichnungsfrist ist mit vier Tagen ungewöhnlich kurz. Der Erlös aus diesem Teil der Platzierung kommt Familiengesellschaftern von Hella zugute, die sich aus dem Hersteller von Autoscheinwerfern zurückziehen wollen. Sie können zusammen mit einem Erlös von 144 bis 161 Millionen Euro rechnen.

Am Dienstag kommender Woche (11. November) soll die Hella-Aktie zum ersten Mal an der Frankfurter Börse gehandelt werden. Zunächst sind dann allerdings nur 15 Prozent an der Börse gelistet. Weitere Schritte sind allerdings schon programmiert: 25 Prozent der Anteile aus dem Besitz der verzweigten, aus gut 60 Mitgliedern bestehenden Eigentümerfamilie dürfen nach sechs Monaten auf den Markt geworfen werden. Um wie angestrebt mittelfristig in den Nebenwerteindex MDax aufzusteigen, muss zumindest ein Teil davon bei anderen Anlegern platziert werden. 60 Prozent des Grundkapitals sollen für mindestens zehn Jahre im Familienbesitz bleiben.

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Hella wählt für den Börsengang eine ähnliche Struktur wie der Chemiekonzern Evonik. Auch dieser hatte vor einem kleinen, halb-öffentlichen Angebot für seine Aktien bereits im Stillen Papiere bei ausgewählten Investoren untergebracht. Damit sollte das Risiko eines Fehlschlags bei wackligen Aktienmärkten minimiert werden. Ausgeheckt hatten die Struktur des Hella-Börsengangs die zum Oetker-Konzern gehörende Lampe Bank und die US-Investmentbank Citi.

Hella will sich mit dem Börsengang weitere Möglichkeiten schaffen, das eigene Wachstum im Ausland zu finanzieren, vor allem in Amerika und China. 278 Millionen Euro kamen bei der Platzierung einer Kapitalerhöhung um zehn Prozent des Grundkapitals in die Kasse. Nicht alle Familiengesellschafter seien zu weiteren Kapitalspritzen bereit gewesen, hieß es in Finanzkreisen.

Hella setzte im Geschäftsjahr 2013/14 (Ende Mai) mit weltweit knapp 31.000 Mitarbeitern 5,34 Milliarden Euro um und verdiente unter dem Strich 230 Millionen Euro. Getrieben wird das Geschäft vom Einsatz von Leuchtdioden (LED) in Autos, Fahrzeugen, Energieeffizienz und Sicherheit.

Von

rtr

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