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21.07.2015

16:59 Uhr

Banco do Brasil

Billigste Großank der Welt ist Analysten zu teuer

Die Banco do Brasil ist das größte Finanzinstitut Südamerikas – und so niedrig bewertet wie keine andere Großbank der Welt. Nun verkauft Brasilien seine Anteile an dem Geldhaus. Doch Analysten ist der Preis zu hoch.

Die Banco do Brasil wird mit einem KGV von 5,13 bewertet – so niedrig wie keine andere Bank. dpa

Billigste Bank der Welt

Die Banco do Brasil wird mit einem KGV von 5,13 bewertet – so niedrig wie keine andere Bank.

Sao PauloBanco do Brasil SA ist an der Börse schon immer mit einem Abschlag gegenüber anderen brasilianischen Banken gehandelt worden. Nachdem der Staat mit dem Verkauf eines Teils seiner Beteiligung begonnen hat, ist sie nun die billigste Bank der Welt geworden.

Banco do Brasil wird zum 5,13-fachen des erwarteten Gewinns für die nächsten zwölf Monate gehandelt. Das ist die niedrigste Bewertung unter den weltweit 100 größten Banken nach Marktwert. Diese werden durchschnittlichen mit einem Kurs-/Gewinnverhältnis von 11,4 gehandelt, wie Daten von Bloomberg am Montag zeigten.

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Die Bank, kontrolliert von der brasilianischen Bundesregierung, ist Lateinamerikas größtes Kreditinstitut, gemessen an der Bilanzsumme. Der Kurs ist eingebrochen, nachdem der brasilianische Staatsfonds im vergangenen Monat einen Million Aktien verkaufte. Die Transaktion signalisierte, dass die Regierung möglicherweise vorhat, den Fonds anzuzapfen, um ihr Haushaltsdefizit zu finanzieren. Da 80 Prozent des Fondsvermögens in Banco do Brasil gebunden sind, würden weitere Aktienverkäufe erforderlich sein, um bare Mittel zu beschaffen.

„Der Verkauf ist sehr negativ für die Aktien“, sagte Gilberto Tonello, Analyst bei Grupo Bursatil Mexicano in Sao Paulo. „Was sollen die Investoren denken? Wenn der größte Aktionär verkauft, dann will ich vorher aussteigen.“

Nachdem Bloomberg über die Aktienverkäufe berichtet hatte, ist das Handelsvolumen am 16. Juli auf 44 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt geklettert. Das Finanzministerium bestätigte später die Transaktion und bezeichnete sie als eine „umsichtige Maßnahme“ vor dem Hintergrund der Politik zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte.

In den drei Handelstagen seit Donnerstag ist der Aktienkurs der Bank um 7,9 Prozent eingebrochen.

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