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17.01.2006

19:21 Uhr

Banker in Vorfreude

Zeit für das große Geld

VonMichael Maisch

In New York, London oder Frankfurt bricht die Bonussaison an: Nach Jahren der Dürre schütten die Investmentbanken 2005 wieder enorme Summen an ihre Angestellten aus.

FRANKFURT. Und wie sieht es bei Dir aus?" - es ist die Frage des Jahres, hundertfach gestellt in diesen Tagen und Wochen in Investmentbanken rund um den Globus. Doch die Neugierigen interessieren sich nicht wirklich für das Wohlergehen ihres Gegenübers, es geht Ihnen schlicht und einfach um den schnöden Mammon.

Die Bonussaison bricht an, die Zeit, die für die Angestellten der Investmentbanken schöner ist als Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen - zumindest in diesem Jahr. Denn nach einer langen Dürreperiode sind die Bonustöpfe für 2005 wieder prall gefüllt. Üppiger sogar als im Rekordjahr 2000. An der Wall Street in New York kassieren die Banker die Rekordsumme von 21,5 Milliarden Dollar. Vor fünf Jahren zu Zeiten der großen Börsenblase waren es nur 19,5 Milliarden. Ein ähnliches Bild bietet sich in der Londoner City: Dort winken den hoch bezahlten Herren des Geldes Ausschüttungen von rund 13 Milliarden Dollar.

"Auch in Frankfurt sieht es sehr positiv aus", sagt Claes Smith-Solbakken. Der blonde Manager mit dem akkuraten Kurzhaarschnitt sieht selbst wie der Prototyp eines Investmentbankers aus, sein Job ist allerdings etwas anders gelagert: Solbakken ist Headhunter, von seinem Büro am Frankfurter Goetheplatz aus sucht er gemeinsam mit seinem Partner John Jessen im Auftrag der Investmentbanken nach hoch bezahlten Experten.

Besonders gefragt sind noch immer Fachleute für den Handel mit Finanzderivaten, aber auch auf Börsengänge spezialisierte Banker stehen wieder weit oben auf den Listen der Headhunter - eine Spezies, die es in den Jahren nach dem Platzen der Börsenblase ausgesprochen schwer hatte.

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