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11.03.2011

11:54 Uhr

BASF steigt aus

Für K+S-Anleger brechen turbulente Zeiten an

VonJörg Hackhausen

Der Chemiekonzern BASF will sämtliche Anteile an K+S verkaufen. Die Düngemittelfirma aus dem Dax wird damit zum Übernahmeziel. K+S-Aktionäre sollten sich auf turbulente Zeiten einstellen.

Radlader in einem Kaliwerk von K+S: Das Unternehmen könnte nach dem Ausstieg von BASF zum Übernahmeziel werden. Quelle: dpa

Radlader in einem Kaliwerk von K+S: Das Unternehmen könnte nach dem Ausstieg von BASF zum Übernahmeziel werden.

FrankfurtMan soll gehen, wenn es am schönsten ist. Ein gut gemeinter Rat, aber nicht immer leicht zu beherzigen, erst recht an der Börse. Wer schafft es schon, die Gunst der Stunde zu nutzen und im richtigen Moment den Ausstieg zu schaffen?

Bei BASF ist man der Meinung, der richtige Moment sei nun gekommen. Der Chemiekonzern will sich von sämtlichen Anteilen am Düngemittelkonzern K+S trennen. Insgesamt hält BASF noch 10,3 Prozent an K+S und ist damit zweitgrößter Anteilseigner. Dieser Anteil soll nun über die Börse verkauft werden, Aktien im Wert von mehr als einer Milliarde Euro kommen auf den Markt.

Händlern zufolge bietet BASF die Papiere zu einem Preis zwischen 50 und 51 Euro feil. Das entspricht einem Abschlag von sechs bis acht Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Donnerstag. Entsprechend fiel die Reaktion an der Börse aus, die von der Nachricht überrascht wurde. Die Aktie von K+S fiel um mehr als sieben Prozent unter 51 Euro.

Aus Sicht von BASF scheint der Zeitpunkt geschickt gewählt. Erst gestern hatte K+S sehr gute Zahlen vorgelegt. Auch für das laufende Jahr zeigte sich der Konzern optimistisch und hob die Prognose an. Der Umsatz dürfte "spürbar" ansteigen, hieß es von Seiten des Unternehmens.

Auch die Analysten sind voll des Lobes: Die Kennziffern des Salz- und Düngemittelherstellers hätte seine als auch die Marktprognosen deutlich übertroffen, schrieb etwa Lutz Grüten von der Commerzbank in einer Kurzstudie. Wolfgang Fickus von der WestLB empfiehlt die Papiere zum Kauf bei einem Kursziel von 70 Euro. Die positive Überraschung im Schlussquartal sei vor allem dem Geschäft mit Kali-Magnesium-Dünger zu verdanken gewesen, aber auch die Salzsparte habe dazu beigetragen. In einem so positiven Umfeld sind Käufer schnell zur Stelle - was es BASF leichter macht, seine Aktien loszuwerden.

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