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26.08.2014

10:52 Uhr

Berkshire Hathaway

Warum Warren Buffett Leerverkäufer mag

Sie setzten auf fallende Kurse, prügeln die Notierungen zur Not runter, in dem sie Gerüchte streuen. Leerverkäufer sind nicht sehr beliebt an der Börse. Warren Buffett sieht das anders – und wettet gegen die Spekulanten.

Superinvestor Warren Buffett mag Abwärtstage an den Börsen. ap

Superinvestor Warren Buffett mag Abwärtstage an den Börsen.

DüsseldorfLeerverkäufer sind besonders waghalsige Spekulanten. Die sogenannten Shortseller wetten  darauf, dass der Kurs einer Aktie einbrechen wird. Manchmal helfen sie sogar ein wenig nach, indem sie  bewusst Gerüchte streuen. Geht ihre Wette auf, gerät der Kurs unter Druck. Und das ist der Moment, in dem der Starinvestor Warren Buffett zuschlägt. Er ist überzeugt, dass die beste Reaktion auf einen Leerverkäufer eine Wette in die andere Richtung ist.

Vor wenigen Wochen war es wieder soweit: Im zweiten Quartal wurde die Aktien des Bauunternehmens Chicago Bridge & Iron Co. (CB&I), an dem Buffett bereits beteiligt war, Opfer der Spekulanten. Die Aktie verlor rund 22 Prozent an Wert, nachdem ein Leerverkäufer CB&I vorgeworfen hatte, die Gewinne künstlich aufgeblasen zu haben. Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway des Milliardärs nutzte den kräftigen Kursrückgang und kaufte weitere Titel an dem Unternehmen zu.

Diese Aktien hat Buffett im Depot

Aktien im Depot

Berkshire Hathaway, die Holding von Warren Buffett, ist verpflichtet das so genannte Formular 13F zu getätigten Investments bei der US-Börsenaufsicht einzureichen.
Die Mitteilung soll immer innerhalb von 45 Tagen nach Quartalsende erfolgen und alle in den USA gehandelten Aktien, Optionen und Wandelanleihen enthalten.
Nicht ersichtlich wird aus den Aufstellungen, in welche Papiere außerhalb der USA investiert wurde oder wie groß die Barreserven sind. Ebenfalls nicht aufgeführt in der Tabelle sind Optionen, Warrants und Anleihen.

Stand: 30.06.2014, Quelle: Pflichtmitteilung (13F) an US-Börsenaufsicht, Bloomberg

Wells Fargo

Marktwert: 24,3 Milliarden Dollar

Coca Cola

Marktwert: 16,9 Milliarden Dollar

American Express

Marktwert: 14,4 Milliarden Dollar

International Business Mach

Marktwert: 12,7 Milliarden Dollar

Wal Mart

Marktwert: 4,4 Milliarden Dollar

Procter & Gamble

Marktwert: 4,2 Milliarden Dollar

Exxon Mobil

Marktwert: 4,1 Milliarden Dollar

US Bancorp

Marktwert: 3,5 Milliarden Dollar

Moody's

Marktwert: 2,2 Milliarden Dollar

Die Zukäufe folgen einer Strategie, die Buffett seit Jahrzehnten verfolgt: Er identifiziert Unternehmen mit langfristigen Chancen. Seine Beteiligungen hält er über Jahrzehnte und bleibt ihnen auch dann treu, wenn es einen Kurseinbruch gibt. Oft kauft er sogar noch nach, wie im Fall von CB&I.

Berkshire ist mit einem Anteil von 9,9 Prozent nun der größte Aktionär des Bauunternehmens. Ende Juni war die Beteiligung rund 730 Millionen Dollar (552 Millionen Euro) wert. Das zeigt eine Pflichtmitteilung an die die Finanzausaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) aus der vorletzten Woche. Seit Buffetts Aufstockung ist die Aktie zwar noch weiter gefallen, mittlerweile erholt sie sich aber wieder.

Der Leerverkäufer, der den Kurseinbruch verursacht hatte, ist die Prescience Point Research Group. Sie hatte Mitte Juni behauptet, die Aktien der Firma würden zum Doppelten dessen gehandelt, was sie wert seien. In einer Studie argumentierte der Leerverkäufer, dass das Unternehmen im Jahr 2013 nach dem Kauf der Shaw Group Finanzmitteilungen veröffentlich hätte, die „von seinen ökonomischen Realitäten geschieden sind“.

Kommentare (3)

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Sergio Puntila

26.08.2014, 11:25 Uhr

Ja, der "Lustgreis der Finanzmärkte" und seine kleinen Pilotfischchen, die die Märkte für ihn sondieren.
Iwie ist auch Buffet wenig mehr als ein Vater der Klamotte.

Boris Babbler

26.08.2014, 15:25 Uhr

Was Leerverkäufe denn sind ?

Herr Edi Haas

27.08.2014, 10:16 Uhr

Ist Buffet jetzt auch ein Kleinanleger und kauft Puts?
Ich hatte immer gedacht er hätte das System verstanden.

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