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23.11.2015

11:18 Uhr

BHP Billiton

Warum der Bergbaukonzern vor einer Rating-Abstufung steht

BHP Billiton ist einer der größten Bergbaukonzerne der Welt. Doch der Preisverfall an den Märkten für Öl und Erz hält ungebrochen an. Dem britischen Unternehmen droht eine Abstufung der Kreditwürdigkeit.

In Perth demonstrieren junge Menschen gegen die Aktivitäten von BHP Billiton. Anlass war ein Dammbruch in Brasilien, nach deem Menschen umgekommen sind. AFP

Im Fokus von Aktivisten

In Perth demonstrieren junge Menschen gegen die Aktivitäten von BHP Billiton. Anlass war ein Dammbruch in Brasilien, nach deem Menschen umgekommen sind.

Es scheint nur noch eine Frage der Zeit. Zwar werden die Anleihen von BHP noch von allen drei großen Ratingagenturen – Standard & Poor's (S&P), Fitch und Moody's – mit der höchsten „A“-Note eingestuft. Aber die Betonung liegt auf noch. So warnt etwa ein Risikomodell von Bloomberg, dass die Kreditwürdigkeit eher im Einklang mit der 'BBB'-Note steht – drei Stufen niedriger.

Bereits am 13. November hatte der Preis zur Absicherung von BHP-Anleihen gegen einen Zahlungsausfall ein Vier-Jahres-Hoch markiert. Umso belastender wirken die jüngsten Turbulenzen an den Rohstoffmärkten. Die Notierungen für Eisenerz, den wichtigsten Gewinnbringer für den weltweit größten Bergbaukonzern, sind auf ein Vier-Monats-Tief gesunken.

Damit wird es zunehmend eine Herausforderungen für BHP, ihre bisherige Strategie fortzusetzen. Das heißt: Dividenden ausschütten oder gar zu erhöhen und gleichzeitig ein sogenanntes ’A’-Rating zu behalten. Zusätzlicher Druck ist nach der Katastrophe im Samarco-Gemeinschaftsprojekt mit Vale do Rio Doce in Brasilien entstanden, wo am 5. November ein Dammbruch im Bundesstaat Minas Gerais zahlreiche Menschenleben forderte.

„Wir sehen BHP als Kandidaten für eine Herabstufung auf Sicht von sechs oder zwölf Monaten“, sagte Chris Walter, Anleihestratege bei Commonwealth Bank of Australia in Sydney. „Es besteht Unsicherheit, wie hoch die Kosten bei Samarco letztlich ausfallen werden. Das führt zu einer leichten Ausweitung der Spreads.“ Dazu komme noch die negativen Entwicklungen der Rohstoffpreise, Chinas langsameres Wachstum, und die Frage, ob die Preise von Öl und Eisenerz einen Boden erreicht hätten. Die Notierungen für Eisenerz sind 2015 um mehr als ein Drittel gesunken, Kupfer verbi12433302lligte sich im gleichen Zeitraum rund ein Viertel, Öl um ein Fünftel.

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