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03.09.2015

23:31 Uhr

Börse Frankfurt

Vonovia löst Lanxess im Dax ab

Immobilien statt Chemie: Nach nur knapp drei Jahren muss der Chemiekonzern Lanxess seinen Platz im Dax wieder verlassen. Dafür rückt der Immobilienkonzern Vonovia nach, der früher als Deutsche Annington bekannt war.

Aufsteiger in den Dax: der Immobilienkonzern Vonovia. dpa

Neues Logo von Annington/Vonovia

Aufsteiger in den Dax: der Immobilienkonzern Vonovia.

FrankfurtDer Immobilienboom in Deutschland wird sich künftig auch im wichtigsten deutschen Börsen-Barometer Dax niederschlagen. Wie von Experten erwartet schaffte der Immobilienkonzern Vonovia, die frühere Deutsche Annington, den Aufstieg in das Standardwerte-Barometer. Der Dax spiegelt die Entwicklung der 30 wichtigsten und umsatzstärksten börsennotierten deutschen Unternehmen wider.

Im Gegenzug muss der Chemiekonzern Lanxess nach nur knapp drei Jahren seinen Dax-Platz räumen, teilte die Deutsche Börse am Donnerstagabend mit. Der Wert seiner frei gehandelten Aktien reichte offenbar für die höchste deutsche Börsenliga nicht mehr aus. Wirksam werden die Änderungen am 21. September.

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Mit Vonovia, die bundesweit 350.000 Wohnungen verwaltet, zieht zum ersten Mal überhaupt eine Immobiliengesellschaft in den Dax ein. Im Rennen um eine Dax-Notierung zog Vonovia durch zwei Kapitalerhöhungen im Zuge der Übernahmen von Gagfah und Südewo an dem Medienkonzern ProSiebenSat.1 vorbei.

Finanzvorstand Stefan Kirsten sagte: "Der Aufstieg in den Dax bestätigt die unternehmerische Leistung von Vonovia. Die Aufnahme in den Kreis der 30 großen Börsenunternehmen ist auch ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg zu mehr Kundennähe und Partnerschaft mit allen Interessengruppen konsequent fortzusetzen."

Veränderungen auch im MDax

Durchgeschüttelt wurde auch der MDax : In den Nebenwerte-Index steigen der Scheinwerferhersteller Hella, der erst im November 2014 sein Börsendebüt hinlegte, und die Deutsche Pfandbriefbank, auf. Die Nachfolgerin der Hypo Real Estate war im Juli an die Börse zurückgekehrt.

Aus dem MDax ausscheiden müssen dagegen der Modekonzern Gerry Weber sowie der Pharmagroßhändler Celesio. "Mit ihrem Widerruf der Zulassung zum Regulierten Markt erfüllt die Celesio AG das notwendige Kriterium einer Mitgliedschaft im Prime Standard nicht mehr", erklärte die Deutsche Börse. Celesio hatte im März ein Delisting beantragt. Im vergangenen Jahr hatte der kalifornische Pharmagroßhändler McKesson Celesio für mehr als sechs Milliarden Euro übernommen.

Die Mitgliedschaft im Dax, der die 30 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland umfasst, hängt von der Marktkapitalisierung des Streubesitzes und dem Aktienumsatz ab. Nur diejenigen Firmen, die in beiden Kategorien bestimmte Ränge erreichen, können auf den Einzug in den Hauptindex oder eines seiner Geschwister - MDax, SDax, TecDax - hoffen.

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Wichtig sind solche Änderungen bei der Zusammensetzung von Börsenindizes vor allem für Fonds, die den Index exakt nachbilden, da sie diese dann entsprechend umschichten und umgewichten müssen, was in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse hat.

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