Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.07.2011

12:28 Uhr

Börse

Panikverkäufe bei Bankaktien

Die beängstigende Verlustrally bei Bankaktien geht heute in eine neue Runde. Sorgen um eine neue Finanzkrise ziehen Finanztitel in die Tiefe. Aber es gibt Hoffnung, ausgerechnet in Italien.

Gewitter über Frankfurt: Bankaktien müssen enorme Verluste hinnehmen. Quelle: dpa

Gewitter über Frankfurt: Bankaktien müssen enorme Verluste hinnehmen.

Der Ausverkauf im Finanzsektor geht weiter. Heute verlieren die Titel der Deutschen Bank 1,2 Prozent auf 38,02 Euro, Commerzbank-Titel rutschen um 0,9 Prozent auf 2,69 Euro ab. In der Spitze gaben beide Titel sogar rund fünf Prozent nach. Aktien der Allianz notieren mit 2,6 Prozent schwächer bei 89,16 Euro. Die Verluste bei Finanzwerten belastet auch den Dax, der zwei Prozent schwächer bei 7081 Punkte.

Zwischenzeitlich lagen die Einbrüche deutlich höher und Anleger mit Finanztiteln im Depot an die Lehman-Pleite erinnert. „Italien und Spanien sind jetzt ins Gerede gekommen, und das hat ein ganz anderes Kaliber als Griechenland, Irland und Portugal“, erklärte Andrew Lim, Analyst bei der spanischen Bank Espirito Santo in London. „Das könnte eine echte Systemkrise sein. Das ist eine sehr reale Bedrohung, und die Panik wird zum Selbstläufer.“

Finanztitel setzen damit eine beängstigende Verlustrally fort. Schon gestern gingen die Aktien der Commerzbank mit Minus 8,6 Prozent unter. Seit Jahresbeginn liegt das Minus bei 34 Prozent. Papiere der Deutschen Bank verloren gestern 3,4 Prozent und Allianz-Aktien 4,1 Prozent.  

Noch Ärger traf es Papiere im Ausland. Papiere italienischer Banken befanden sich zwischenzeitlich im freien Fall. Heute ging es für Unicredit bis zu acht Prozent auf runter auf 1,06 Euro. Zwei Mal binnen zwei Stunden mussten die Titel an der Mailänder Börse wegen zu hoher Kursschwankungen ausgesetzt werden. Die Aktien haben allein seit Anfang Juli 30 Prozent an Wert verloren.

Nach der Auktion italienischer Geldmarktpapiere haben die Unicredit-Aktien allerdings ins Plus gedreht. Die Titel stiegen um 2,7 Prozent auf 1,185 Euro. „Das positive Ergebnis der Auktion hat am Markt für einige Erleichterung gesorgt“, erklärte ein Händler.

EU-Schuldenkrise: Schwarze Tage für Bankaktien

EU-Schuldenkrise

Schwarze Tage für Bankaktien

Wie Dominosteine fällt ein europäischer Finanzwert nach dem anderen: Nervosität um den Stresstest und das italienische Kapitel der Euro-Schuldenkrise haben die Aktien in den vergangenen Tagen weit nach unten gedrückt.

Auch Forderungen der Opposition in Rom, das Sparpaket noch in dieser Woche im Parlament zu verabschieden, trieben den Kurs in die Höhe. Die Aktien von Intesa Sanpaolo drehten ebenfalls ins Plus und lagen 2,5
Prozent höher. Intesa Sanpaolo verloren zweitweise 7,3 Prozent auf 1,4140 Euro. Die meisten übrigen europäischen Bankenwerte gaben deutlich nach: Im Stoxx50 führten Barclays die Verliererliste zeitweise mit einem Abschlag von 4,3 Prozent an, aktuell notieren die Papiere 3,1 Prozent schwächer. Der Banken-Stoxx-Index verlor zeitweise 1,6 Prozent.  

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

wdb

12.07.2011, 12:28 Uhr

Nur keine Panik!
Wir haben schon so viele Krisen überstanden, waraum auch nicht diese.
Einfach mal cool bleiben und nicht jedem Geschwätz eine Reaktion zeigen ...

tim

12.07.2011, 12:35 Uhr

Stimmt. Im DAX sind Dt. Bank und Commerzbank noch relativ gut weggekommen (12:35).
Der Artikel ist schlecht recherchiert.

Habu89

12.07.2011, 13:05 Uhr

Falsch. Heute morgen bei Handelsbeginn war die Coba-Aktie Top-Verlierer im DAX und auch die Deutsche sah nicht viel besser aus. Gegen 10:00 Uhr konnte man die Coba für unter 2,58 EUR bekommen. Dass die Welt für Bank-Aktien mittlerweile wieder freundlicher aussieht, macht aus dem Artikel nicht automatisch einen "schlecht recherchierten".

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×