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17.04.2014

23:58 Uhr

Börsendebüt

Chinas Twitterkonkurrent Weibo geht durch die Decke

Es begann mit einer Enttäuschung für Weibo: Chinas Gegenstück zu Twitter nahm beim US-Börsendebüt weniger ein als erwartet. Umso mehr überrascht nun der Erfolg - und schürt die Vorfreude auf einen weiteren Kandidaten.

Bei der 0 vor dem Komma blieb es nicht lange: Weibo-Chef Charles Chao feiert das Börsendebüt seiner Firma. ap

Bei der 0 vor dem Komma blieb es nicht lange: Weibo-Chef Charles Chao feiert das Börsendebüt seiner Firma.

San FranciscoDie Aktie des chinesischen Twitter -Pendants Weibo ist bei ihrem Börsendebüt in den USA rasant in die Höhe geschossen. Zeitweise verteuerte sich das Papier am Donnerstag um mehr als 40 Prozent. Kurz vor Handelsschluss tendierte es über 20 Prozent fester.

Allerdings hatte der Online-Kurznachrichtendienst zuvor einen Dämpfer erlitten, als er den Ausgabepreis am untersten Ende der von 17 bis 19 Dollar reichenden Spanne ansetzte und statt der angestrebten 20 Millionen Anteilscheine nur 16,8 Millionen bei Investoren unterbrachte. Darin spiegelten sich Sorgen wider, dass sich das Kundenwachstum abschwächen und die Medienzensur in der Volksrepublik die Geschäfte beeinträchtigen könnten.

Das dem Internetportal Sina gehörende Unternehmen zählte im März rund 144 Millionen aktive Nutzer. Im vergangenen Jahr verdreifachte die 2009 gegründete Firma ihren Umsatz nahezu auf 188 Millionen Dollar und reduzierte den Verlust kräftig auf 38 Millionen.

Signal für weitere Börsengänge aus China

Derzeit streben chinesische Technologiekonzerne verstärkt in den USA an den Aktienmarkt. Der Online-Händler Alibaba wird voraussichtlich am Montag seinen Börsenprospekt vorlegen, wie zuletzt aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen verlautete. Alibaba könnte der größte Technologie-Börsengang aller Zeiten werden und Facebook in den Schatten stellen.

Das chinesische Amazon -Pendant ist Großaktionär von Weibo. Für eine 18-prozentige Beteiligung zahlte Alibaba 586 Millionen Dollar. Ebenfalls in den Startlöchern für ein milliardenschweres Listing in den Vereinigten Staaten steht der Alibaba-Konkurrent JD.com.

Von

rtr

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