Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.06.2011

15:17 Uhr

Börsengang

Autozulieferer SHW soll 88 Millionen Euro bringen

Der Finanzinvestor Nordwind will mit dem Börsengang von SHW bis zu 88 Millionen Euro einnehmen. Der Autozulieferer wird mit 170 Millionen Euro bewertet. Die Aktien sollen am 30. Juni zum ersten Mal an der Frankfurter Börse notiert werden.

Ein Angestellter prüft Radnaben für Kraftfahrzeuge. Quelle: dpa

Ein Angestellter prüft Radnaben für Kraftfahrzeuge.

FrankfurtDie bis zu 3,04 Millionen SHW-Aktien sollen von Freitag an bis zum 29. Juni in einer Spanne von 26 bis 29 Euro angeboten werden, wie das Unternehmen aus dem schwäbischen Aalen am Donnerstag mitteilte. Die 1365 gegründete Traditionsfirma wird damit mit rund 170 Millionen Euro bewertet. Nordwind hatte SHW 2005 für 100 Millionen Euro vom Lkw-Konzern MAN und dem Land Baden-Württemberg gekauft.

Der deutsche Finanzinvestor halbiert mit dem Börsengang seine Beteiligung an dem Hersteller von Pumpen, Motorteilen und Bremsscheiben bis auf gut 46 von 94 Prozent. Der Streubesitz liege dann bei 52 Prozent, der Rest beim Management. Seine restlichen Anteile will Nordwind frühestens in einem halben Jahr verkaufen.

Die SHW-Aktien sollen am 30. Juni zum ersten Mal im streng regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse notiert werden. Eine Kapitalerhöhung gibt es im Zuge des Börsengangs nicht, SHW selbst geht damit leer aus. Finanzvorstand Oliver Albrecht hatte darauf verwiesen, dass das Unternehmen angesichts einer auf 16 Millionen Euro abgeschmolzenen Verschuldung kein frisches Geld brauche. Der Börsengang bringe SHW aber den
dauerhaften Zugang zu neuen Finanzierungsquellen, erklärte er. An die Börse begleitet wird SHW von der Commerzbank und BNP Paribas.

Das Unternehmen will seine neuen Aktionäre mit Dividenden locken: 30 bis 40 Prozent des Jahresüberschusses sollten nach dem Börsengang ausgeschüttet werden, erklärte Albrecht. 2010 hatte der Nettogewinn bei 13,5 Millionen Euro gelegen, der Umsatz stieg im Zuge des Aufschwungs in der Autobranche auf 290 (2009: 239) Millionen Euro. Im laufenden Jahr soll er auf mindestens 320 Millionen Euro steigen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×