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16.01.2004

06:44 Uhr

Börsengang der Postbank könnte der Aktie neuen Aufwind geben - Noch deutlich unter dem Emissionspreis

Postpapiere sind eine solide Investition

VonPatrick Mönnighoff (Handelsblatt)

Die Deutsche Post hat sich für das laufende Jahr viel vorgenommen: Die Postbank soll an die Börse gebracht werden, die jüngsten Zukäufe aus dem Logistikbereich wie etwa die erst vor wenigen Monaten übernommene US-Frachtfirma Airborne in den Konzern integriert werden.

DÜSSELDORF. Damit verbinden sich nicht nur die Hoffnungen vieler Aktionäre auf eine Wiederbelebung des Marktes für Börsengänge. Auch die Aktie des Bonner Unternehmens sollte davon profitieren. Denn für viele Analysten steht fest: Die Papiere der Post sind eine solide Investition.

„Wer einen Wachstumswert ohne großes Risiko sucht, ist bei der Post gut aufgehoben“, meint beispielsweise Klaus Linde von SES Research. So sei zwar die Integration der Zukäufe unter dem Markennamen DHL und damit der Aufstieg zum weltgrößten Logistikkonzern ein „Mammut-Projekt“. Dank der soliden Einnahmen aus dem Briefgeschäft könne der Bonner Konzern diese Aufgabe allerdings leicht stemmen, meint Linde. Denn noch ist die zumindest bis Ende 2007 unter dem Schutz des Monopols stehende Briefsparte für den Großteil des Konzernergebnis verantwortlich. So erwirtschaftete das Geschäft mit den kleinen Umschlägen in den ersten neun Monaten des vergangenem Jahres ein Viertel des Gesamtkonzernumsatzes, trug dank der stärkeren Margen aber zu rund 80 % zum Ergebnis vor Abschreibung, Steuern und Zinsen (EBIT) bei.

Damit auch das Logistik- und Expressgeschäft langfristig rentabler wird, lief bereits 2002 das „Star-Programm“ an, das durch das Zusammenfügen der Puzzleteile im Express- und Logistikbereich unter der Marke DHL insgesamt Einsparungen bis zu 1,4 Mrd. Euro einbringen soll. „Die Restrukturierung ist in diesem Jahr das entscheidene Thema“, bestätigt Jochen Rothenbacher von der Investmentbank Equinet. Das „Star-Programm“ müsse nun Erfolge zeigen, so Rothenbacher. Denn spätestens, wenn in einigen Jahren das Briefmonopol fällt, muss der Express- und Logistikbereich auf eigenen Füßen stehen, sagt Linde, der als fairen Wert 20 Euro angibt. Im Vergleich zum aktuellen Kurs wäre das ein Plus von gut 15 %.

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