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22.05.2012

00:11 Uhr

Börsengang

Facebook-Aktie auch am zweiten Tag ein „regelrechter Albtraum“

Begleitet von technischen Problemen von Nasdaq und einem enttäuschenden ersten Tag, ist die Facebook-Aktie am zweiten Tag tief ins Minus gerasselt. Elf Milliarden lösten sich in Luft auf.

Eine Reporterin berichtet von einem enttäuschenden zweiten Tag für Facebook. dapd

Eine Reporterin berichtet von einem enttäuschenden zweiten Tag für Facebook.

New York, DüsseldorfNach gerade mal zwei Tagen an der Börse sieht die Bilanz für Facebook ernüchternd aus: Während sich das Papier am Freitag noch knapp über dem Ausgabekurs von 38 Dollar halten konnte, fiel es am Montag bis Börsenschluss in New York um 11 Prozent auf 34 Dollar. Der Gesamtwert des sozialen Netzwerks schmolz von anfangs 104 Milliarden auf rund 93 Milliarden Dollar zusammen. Nachbörslich ging es weiter runter.

Bereits am Morgen direkt nach Beginn des Börsenhandels hatte der Einbruch begonnen. Zwischenzeitlich hatte das Minus sogar bei annähernd 14 Prozent gelegen. „Bisher entwickelt sich die Facebook-Neuemission äußert enttäuschend und wird für manch einen regelrecht zum Albtraum“, kommentierte Händler Markus Huber von ETX Capital „Insgeheim hatten ja doch viele gehofft, dass sich diese Firma zu einer neuen Apple oder Google entwickeln könnte.“

Größter Anteilseigner und damit einer der größten Leidtragenden des Kursverfalls ist Gründer Mark Zuckerberg. Ein Dollar mehr oder weniger beim Aktienpreis macht eine halbe Milliarde an seinem Vermögen aus. Zuletzt waren seine Anteile noch gut 17 Milliarden Dollar wert. Der Verfall der Facebook-Aktie muss für Zuckerberg umso bitterer gewesen sein, als die US-Börsen insgesamt deutlich nach oben gingen.

Im Frankfurter Handel hatten die Aktien des Internet-Netzwerks bis zum Nachmittag über neun Prozent auf nur noch 28,56 Euro verloren. Umgerechnet (36,45 Dollar) notierten sie damit deutlich unter dem Niveau ihres Schlusskurses am ersten Handelstag an der US-Technologiebörse Nasdaq. Dort waren sie am Freitag mit 38,23 Dollar nicht weit über dem Ausgabepreis von 38 Dollar aus der Sitzung gegangen.

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Facebook und die Alteigentümer hatten Ende vergangener Woche 421 Millionen Aktien zum Stückpreis von 38 Dollar verkauft. Eine schwächer als gedachte Nachfrage ließ die Anteilsscheine im Handel jedoch beinahe unter den Ausgabekurs fallen. Die Banken griffen ein, um eine Blamage zu verhindern. Der schwache Auftakt hatte den gesamten Markt und vor allem andere Internetaktien mit runtergezogen.

Facebook und die Alteigentümer hatten Ende vergangener Woche 421 Millionen Aktien verkauft. Eine schwächer als gedacht ausgefallene Nachfrage ließ die Anteilsscheine im Handel jedoch beinahe unter den Ausgabekurs fallen. Der schwache Auftakt hatte den gesamten Markt und vor allem andere Internetaktien mit runtergezogen.
Hinzu kamen noch die Computerpannen bei der Nasdaq. Deren Systeme waren mit dem größten Internet-Börsengang aller Zeiten überfordert. „Das war nicht unsere Sternstunde“, räumte Nasdaq-Chef Robert Greifeld am Sonntag in einer Telefonkonferenz ein. Er hatte am Freitag noch gemeinsam mit Zuckerberg die Eröffnungsglocke der Börse geläutet.

Kommentare (38)

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21.05.2012, 15:45 Uhr

Ich bin kein Facebook-Freund. Aber Facebook erinnert mich an den Boersenstart von Google.

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21.05.2012, 16:02 Uhr

Dann erzählen Sie doch bitte mal, an was genau Sie sich bei Google erinnern.

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21.05.2012, 16:09 Uhr

Bin auch mal gespannt, ob stubi dazu nochmal was schreibt, zumal das IPO bei Google gegensätzlich zu dem bei facebook ablief.

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