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29.11.2011

14:51 Uhr

Börsengang

Facebook will zehn Milliarden einnehmen

Facebook will sich wohl 2012 an die Börse wagen. Dabei will Facebook nach einem Medienbericht rund zehn Milliarden Dollar einnehmen. Der Wert des Unternehmens wird momentan mit rund 100 Milliarden Dollar beziffert.

Facebooks erzwungener Börsengang

Video: Facebooks erzwungener Börsengang

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San FranciscoFacebook hält sich offenbar für wertvoller denn je. Der weltgrößte Internet-Treffpunkt will 2012 endlich den seit langem mit Spannung erwarteten Sprung an die Börse wagen - und setzt einem Zeitungsbericht zufolge dabei auf eine Firmenbewertung von mehr als 100 Milliarden Dollar. Allein der Verkauf eines kleinen Firmenanteils soll Facebook den Planungen zufolge zehn Milliarden Dollar in die Kasse spülen, hieß es am Dienstag in einem Bericht des „Wall Street Journal“. Die jüngste Flaute bei Internet-Börsengängen - etwa Groupon - hat am Selbstbewusstsein des Internet-Phänomens offenbar keine Kratzer hinterlassen.

Bereits im Juni hatte es in einem Medienbericht geheißen, Facebook strebe bei dem Börsengang eine Bewertung von 100 Milliarden Dollar an. Kurz darauf jedoch schätzten Investoren das Unternehmen wiederholt nur noch auf rund 70 Milliarden Dollar. Das wäre aber immer noch ein rasanter Anstieg: Im Januar bescheinigte Goldman Sachs Facebook einen Wert von 50 Milliarden, im Juni 2010 wurde das Internet-Phänomen auf 23 Milliarden Dollar taxiert.

Viele Anleger fragen sich angesichts dieser gigantischen Summen bereits, warum nur etwa zehn Jahre nach dem jähen Ende des Höhenfluges an der US-Computerbörse Nasdaq und dem Frankfurter Neuen Markt Firmen ohne nennenswerte Gewinne plötzlich wieder Milliarden wert sein sollen - sie haben deshalb wiederholt vor einer neuen Internet-Blase gewarnt. Skeptiker verweisen auch gerne auf den Hype, den die Seite MySpace vor einigen Jahren hervorrief - nur um kurz darauf von Facebook überrannt zu werden.

Zudem haben Facebook zuletzt auch immer wieder negative Schlagzeilen zu schaffen gemacht - Kritiker monieren etwa einen mangelnden Datenschutz. Facebook musste sich soeben erst dafür entschuldigen, die Facebook-Seite des Darmstädter Pharmakonzerns Merck auf dessen amerikanischen Namensvetter Merck & Co übertragen zu haben.

Kommentare (1)

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Blasenfabrikant-Goldman-Sachs

29.11.2011, 16:36 Uhr

Wie die Betrugsdienstleister (s.Griechenland) von Goldman Sachs eine Bewertungsblase schaffen:
Im ersten Schritt inszenierte Goldman Sachs den Kauf eines winzigen Anteiles an Facebook .
Der abgesprochene Preis für den Unternehmensbruchteil wurde anschließend - ohne dass ein einziger realer Cent zusätzlich floss - rein rechnerisch auf alle übrigen Anteile übertragen:
Fertig war eine schlagzeilenträchtige Gigabewertung.
Das Vorgehen ist vergleichbar mit einem Kiesgrubenvermarkter, der bei einem Initial-Geschäft nur einen einzelnen Kiesel "verkauft" - zum abgekarteten Preis von 100 €.
Anschließend bewerten die Betrugsdienstleister von Goldman Sachs die angebotenen Kiesberge - Stein für Stein mit 100€ . Fertig ist der initiale 50-Milliarden-Schotterhaufen.
Zur Steigerung inszeniert Goldman Sachs zudem einen abgeschotteten Scheinmarkt, auf dem einige wenige Erstkiesel hin-und hergeschoben werden.
Einziger Sinn dieses Schrittes ist die Generierung von Marketing-Schlagzeilen.
Auf gleiche Weise verfahren Hütchenspieler mit abgekarteten Erstgewinnen, um am Ende die angelockten Dummköpfe auszunehmen.
Ähnlich wurde AOL bis auf 350 Mrd hochgeredet - um dann bis auf ein Hundertstel zu kollabieren.
P.S.
Nach Intervention der Aufsichtbehörden darf Goldman Sachs keine Amerikaner in das abgekartete Spiel locken.

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