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27.01.2011

13:41 Uhr

Börsengang in Hongkong

Modekonzern Prada buhlt um Anleger

Nach fast 100 Jahren in Familienhand öffnet sich das italienische Modehaus Prada für Investoren. Das Unternehmen will in Hongkong an die Börse gehen. Das Geld soll dem Schuldenabbau und der Expansion in Asien dienen.

Prada-Model auf der Beijing Fashion Show. Der Konzern sieht großes Potenzial in Asien. Quelle: dapd

Prada-Model auf der Beijing Fashion Show. Der Konzern sieht großes Potenzial in Asien.

MailandDas italienische Modehaus Prada hat den lang erwarteten Gang an die Börse beschlossen. Der Konzern gehe in Hongkong aufs Parkett, gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Eine Notierung an weiteren Börsen hänge von den Marktbedingungen ab, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Einen Zeitplan hat Prada demnach noch nicht für den Schritt erstellt. Analysten rechnen damit, dass Prada im Juni an der Hongkonger Börse an den Start geht. Mit dem Verkauf von einem Drittel seiner Aktien kann das Unternehmen nach Schätzungen der Experten 1,2 Milliarden Euro einnehmen.

Das fast 100-jährige Familienunternehmen will mit dem Börsengang Schulden in Höhe von etwa einer Milliarde Euro abbauen. Zudem braucht der Modekonzern Geld für seine Expansion auf dem asiatischen Markt. Prada geht davon aus, dass die Geschäfte in Asien den europäischen Markt binnen drei Jahren bald überholen werden. Prada hat den Börsengang in der vergangenen zehn Jahren mindestens dreimal wegen der Marktbedingungen wieder abgesagt.

Mit dem Vorhaben könnte der Luxusartikelhersteller Wegbereiter für andere Unternehmen aus Europa werden. Die 60 Milliarden schwere Modeindustrie Italiens ist an den Börsen weltweit nur schwach vertreten.

Von

rtr

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