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13.10.2014

17:33 Uhr

Börsengang in New York

Fiat Chrysler mit Kurssprung bei Debüt

Der Autobauer Fiat Chrysler möchte noch stärker in den USA vertreten sein. Dazu werden ab heute die Aktien an der Wall Street gehandelt. D ie Aktie legte entgegen der Erwartung von Experten einen Blitzstart hin.

Fiat Chrysler Chef Sergio Marchionne hat ein Ziel: Mehr als die Hälfte der Aktien des fusionierten Konzerns soll künftig in New York gehandelt werden. ap

Fiat Chrysler Chef Sergio Marchionne hat ein Ziel: Mehr als die Hälfte der Aktien des fusionierten Konzerns soll künftig in New York gehandelt werden.

MailandDie Aktien von Fiat Chrysler haben am Montag ein überraschend starkes Debüt an der New Yorker Börse gefeiert. Der erste Kurs lag bei neun Dollar, zeitweise kletterte er bis auf 9,55 Dollar. Im Vormittagshandel an der Wall Street wechselte das Papier dann zu 8,88 Dollar den Besitzer. Dies entspricht in Dollar umgerechnet einem Plus von mehr als zwei Prozent im Vergleich zum letzten Kurs von Freitagabend in Mailand.

Weil Investoren eine Konjunkturabkühlung fürchten, waren die Kurse zuletzt nicht nur an der Wall Street kräftig gefallen. Die meisten Experten waren daher davon ausgegangen, dass ein glanzvolles Debüt in diesem Umfeld schwierig wird.

Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne hat sich zum Ziel gesetzt, dass mehr als die Hälfte der Aktien des fusionierten Konzerns in Amerika gehandelt werden sollen. Das Unternehmen will nicht mehr als rein italienisch wahrgenommen werden. Mit dem Gang nach New York sollen die internationalen Ambitionen unterstrichen werden. „Die Hälfte unseres Auto-Absatzes machen wir in den USA“, sagte Marchionne. „Ich will, dass das ein in den USA gelistetes Unternehmen ist.“

Fiat übernahm 2009 die Kontrolle über Chrysler, nachdem der traditionsreiche US-Hersteller in der Weltwirtschaftskrise mit staatlichen Mitteln aufgefangen wurde. Das neue Unternehmen Fiat Chrysler Automobiles (FCA) ist nun nach niederländischem Recht organisiert. Sitz ist aus steuerlichen Gründen London. Das operative Geschäft wird von Turin und Detroit aus gesteuert. Der Absatz soll sich in den kommenden Jahren auf sieben Millionen Wagen erhöhen, was einem Zuwachs von 60 Prozent entsprechen würde. Der Nettogewinn soll sich bis 2018 verfünffachen - auf dann 5,5 Milliarden Euro.

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Amerika wird für Fiat Chrysler immer wichtiger. Am Montag wurden die Aktien des weltweit siebtgrößten Autobauers erstmals an der Wall Street gehandelt. Weil Investoren aber eine Konjunkturabkühlung befürchteten und die Kurse nicht nur in New York deswegen zuletzt kräftig gefallen waren, wurde die Erstnotiz mit besonderer Spannung erwartet. Experten gingen mehrheitlich davon aus, dass ein glanzvolles Debüt in diesem Umfeld schwieriger wird.

Der Börsengang in New York wird als ein Schritt auf dem Weg dahin gesehen. „Es ist aber nicht die richtige Zeit, um eine Auto-Aktie irgendwo an den Markt zu bringen“, warnte Arndt Ellinghorst vom Londoner Analysehaus ISI. Er lag falsch.

Von

rtr

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