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10.08.2012

03:26 Uhr

Börsengang

Manchester United senkt Ausgabepreis

Der größte Börsengang eines Sportvereins fällt kleiner aus als gedacht: Manchester United gibt seine Aktien an der New Yorker Börse heute für einen geringeren Preis ab als ursprünglich angepeilt.

Die Schuldenlast von Manchester United sollte durch den Börsengang abgemildert werden. dapd

Die Schuldenlast von Manchester United sollte durch den Börsengang abgemildert werden.

New YorkManchester United nimmt bei seinem Börsengang in den USA deutlich weniger Geld ein als erwartet. Die Aktien werden am Freitag an der New York Stock Exchange lediglich zu einem Preis von 14 Dollar anstatt der angepeilten 16 bis 20 Dollar ausgegeben, wie der englische Fußball-Rekordmeister am Donnerstag mitteilte.

Damit erlöst der Traditionsclub, der den größten Börsengang eines Sportvereins auch zum Abbau seiner Schuldenlast nutzen will, mit 233,2 Millionen Dollar rund 100 Millionen weniger als erhofft. Zugleich wird ManU mit 2,3 Milliarden Dollar auch eine Milliarde niedriger bewertet, als es die US-Eigentümer-Familie Glazer angestrebt hatte.

Die größten Börsengänge der Welt

General Motors

General Motors: 23,1 Mrd. Dollar (2010, USA)

Agricultural Bank of China

Agricultural Bank of China: 22,1 Mrd. Dollar (2010, China)

ICBC

ICBC: 21,97 Mrd. Dollar (2006, China)

Visa Inc

Visa Inc: 19,65 Mrd. Dollar (2008, USA)

NTT Mobile Communications

NTT Mobile Communications: 18,05 Mrd. Dollar (1998, Japan)

Enel SpA

Enel SpA: 16,59 Mrd. Dollar (1999, Italien)

Nippon Telegraph and Telephone

Nippon Telegraph and Telephone: 13,75 Mrd. Dollar (1986, Japan)

Deutsche Telekom

Deutsche Telekom: 12,49 Mrd. Dollar (1996, Deutschland)

Bank of China

Bank of China: 11,19 Mrd. Dollar (2006, China)

Dai-ichi Life Insurance

Dai-ichi Life Insurance: 11,16 Mrd. Dollar (2010, Japan)

Die Milliardärs-Familie hat dem einst schuldenfreien Club mit der Übernahme im Jahr 2005 hohe Verbindlichkeiten aufgebürdet. Der Schuldenberg belief sich zuletzt auf 437 Millionen Pfund oder umgerechnet rund 680 Millionen Dollar.

Zahlreiche ManU-Fans werfen den Glazers, die in ihrer Heimat auch das Football-Team Tampa Bay Buccaneers unter ihren Fittichen haben, deswegen vor, zum eigenen Vorteil die Finanzkraft des Clubs geschwächt zu haben. Investitionen in neue Spieler zur Stärkung der Mannschaft, seien deswegen kaum möglich gewesen. Dieser Unmut dürfte auch gegen einen Börsengang in London gesprochen haben.

Der 19-malige englische Meister hatte in der vergangenen Saison den Titel an den Lokalrivalen Manchester City verloren und war in der Champions League früh ausgeschieden.

Von

rtr

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