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12.05.2012

11:18 Uhr

Börsengang

Schraubt Facebook den Aktienpreis hoch?

Die Erstemission von Facebook ist weiter in aller Munde. Während institutionelle Anleger nicht so interessiert scheinen, berichtet ein US-Sender von einer Erhöhung der Preisspanne.

Offenbar lieben viele Anleger Facebook auch als Aktiengesellschaft. dapd

Offenbar lieben viele Anleger Facebook auch als Aktiengesellschaft.

New YorkDie Gerüchteküche um den Facebook-Börsengang läuft immer heißer und sorgt für widersprüchliche Angaben. Erst berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg von einer schwächeren Nachfrage bei Großinvestoren. Jetzt hieß es beim US-Fernsehsender CNBC, der Börsengang sei so überzeichnet, dass Facebook sogar die Preisspanne anheben könnte.

Und auch die Nachfrage der institutionellen Investoren wie Fonds und Anlagefirmen sei in Ordnung, behaupten die CNBC-Quellen. Facebook rechne damit, dass nur die üblichen zehn bis zwanzig Prozent der platzierten Aktien an Kleinanleger gehen würden. Bloomberg hatte berichtet, das Online-Netzwerk könnte die fehlende Nachfrage seitens der großen Investoren mit Hilfe privater Anleger ausgleichen.

Bisher liegt die Preisspanne für den kommende Woche erwarteten Börsengang bei 28 bis 35 Dollar pro Aktie. Mit dem aktuell möglichen Höchstpreis würden die Einnahmen der Aktienplatzierung bei 11,8 Milliarden Dollar liegen und das gesamte Unternehmen mit 96 Milliarden Dollar (74 Mrd. Euro) bewertet werden.

Laut CNBC könnte Facebook am Dienstag die Preisspanne hochschrauben. Am Mittwoch sollen dann demnach die Orderbücher geschlossen werden, am Donnerstag würde der endgültige Preis feststehen. Das liegt im Rahmen des bisher erwarteten Zeitplans - mit dem eigentlichen Börsendebüt wird für kommenden Freitag gerechnet.

Facebook hatte am Mittwoch in einer neuen Version des Börsenprospekts eine Schwäche seines bisherigen Geschäftsmodells eingeräumt: Die vielen Nutzer, die von Smartphones und Tablet-Computern auf das weltgrößte Online-Netzwerk zugreifen, bringen vergleichsweise wenig Umsatz. Dabei nutzen inzwischen 488 Millionen der insgesamt 901 Millionen Mitglieder Facebook von mobilen Geräten aus. Diese Warnung habe einige Investoren abgeschreckt, schrieb Bloomberg. Bei der laufenden Werbetour für den Börsengang weise Facebook Analysten auch darauf hin, dass ihre optimistischen Erwartungen zum Umsatzwachstum verfehlt werden könnten, hieß es.

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Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

12.05.2012, 12:36 Uhr

Das wird nichts.

Wie kann es sein, dass eine "Unternehmen", welches nicht mal ein Produkt produziert, mehr wert ist, als Unternehmen oder Dienstleister wie VW, Siemens, Daimler, Glencore oder Deutsche Bank.

Das ist so abtrus und vollkommen abwägig, dass der gesunde Menschenverstand schon rebelliert.

Wo ich allerdings zustimme ist zu sagen, dass man die Aktie zum spekulieren verwendet, sprich Daytrading oder Call/Put Optionen.

Account gelöscht!

13.05.2012, 06:16 Uhr

Gibt den größten Zockerreinfall dieses Jahres! Nach dem teuren Einstieg vieler Kleinaktionäre wird dann das böse Erwachen bald folgen.
Habe da eine eiserne Regel: stehen Namen, wie bei Facebook Zuckerberg oder ähnliche Namen vorne dran, dann Finger weglassen! Am Ende verdient nur diese eine Spezies Mensch!

Baier

13.05.2012, 16:44 Uhr

hier entsteht die Blase des Jahrzehnts. Es wird schnell abwärts gehen, wenn ie FB-User ein anderes Medium entdecken.

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