Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.11.2011

16:40 Uhr

Börsengang

Ultrasonic backt kleine Brötchen

Der chinesische Schuhhersteller Ultrasonic peilt bei seinem Börsengang ein vergleichsweise geringes Emissionsvolumen an. Grund sind die Turbulenzen an den Aktienmärkten. Außerdem ist für Ultrasonic der Erlös zweitrangig.

Ultrasonic geht es vor allem darum, am Kapitalmarkt überhaupt gelistet zu sein. Reuters

Ultrasonic geht es vor allem darum, am Kapitalmarkt überhaupt gelistet zu sein.

FrankfurtDer Börsengang des chinesischen Schuhherstellers Ultrasonic wird einer der kleinsten im Prime Standard der Frankfurter Börse. Das Unternehmen aus Xiamen peilt angesichts der Turbulenzen an den Aktienmärkten ein Emissionsvolumen von maximal 19 Millionen Euro an, wie Ultrasonic am Montag in Frankfurt mitteilte.

Bei einer Preisspanne von neun bis elf Euro werden maximal 1,725 Millionen Aktien aus einer Kapitalerhöhung abgegeben. Die neuen Aktionäre würden damit maximal 30 Prozent an dem Unternehmen erhalten. Für Ultrasonic ist der Emissionserlös zweitrangig, wichtig ist die Börsennotiz an sich, wie Vorstandschef und Mehrheitsaktionär Wu QingYong gesagt hatte.

Firmen kommen in Reich der Mitte deutlich einfacher an Kredite, wenn sie am Kapitalmarkt gelistet sind. Für ein IPO in Shanghai oder Hongkong sind die Hürden aber deutlich größer als in Frankfurt. Deshalb ist der Ultrasonic-Börsengang als „Safe IPO“ gestaltet, bei dem die Erstnotiz unabhängig vom Interesse der Investoren erfolgt. Begleitet wird Ultrasonic von der BankM. Das Unternehmen wäre der erste Börsengang in Frankfurt seit Ausbruch der Euro-Schuldenkrise im Sommer und das zweite „Safe IPO“.

Der Erlös aus dem Börsengang soll in den Ausbau der Produktion und der Erweiterung des Vertriebs in eigenen Läden oder Verkaufsstellen fließen. Das Unternehmen hat bei einem Umsatz von 100 Millionen Euro und einem Nettogewinn von 22 Millionen Euro (2010) allein 43 Millionen Euro auf der hohen Kante.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×