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22.11.2013

16:16 Uhr

Börsenhype

Anleger fürchten die nächste Dotcom-Blase

Der neue Hype um Tech-Aktien erinnert stark an die Dotcom-Blase vor zehn Jahren. Anleger fürchten daher schon einen neuen Crash. Auch auf den weltweiten Anleihe- und Immobilienmärkten entstehen Preisblasen.

„Immobilien sind der offensichtliche Kandidat für eine Blase”, Kenneth Broux, Stratege bei Société Générale. Reuters

„Immobilien sind der offensichtliche Kandidat für eine Blase”, Kenneth Broux, Stratege bei Société Générale.

Bei Internet- und Social-Media- Aktien bilden sich derzeit Preisblasen. Das gilt auch für die Immobilienmärkte in London und in China, zeigt das Ergebnis der aktuellen Bloomberg Global Poll. Die an der Umfrage teilnehmenden Investoren, Analysten und Händler sind zu 82 Prozent der Auffassung, dass Aktien von Internet- und Social-Media-Unternehmen entweder auf oder nahe einem nicht haltbaren Niveau gehandelt werden. Chinesische Wohnimmobilienpreise sind laut 73 Prozent der Teilnehmer auf einem vergleichbaren Niveau, 69 Prozent sehen Londoner Eigenheime auf oder kurz vor Blasen-Niveau.

„Die Liquidität ist immer noch reichlich und die Zentralbanken wollen die Konjunktur ankurbeln”, sagt Kenneth Broux, Stratege bei Société Générale SA in London, der an der Umfrage teilnahm. „Immobilien sind der offensichtliche Kandidat für eine Blase.” Die Umfrage ist ein Alarmsignal, dass fünf Jahre nach der kreditgetriebenen Finanzkrise die Anleger spekulative Übertreibungen wahrnehmen.

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In anderen Bereichen ist der Überschwang geringer; so haben die Investoren ihren Optimismus hinsichtlich des Ausblicks für die Weltwirtschaft, Aktien und US-Anlagen gegenüber der vorherigen Umfrage im September zurückgenommen.

Rund ein Drittel der Befragten sehen US-Staatsanleihen in einer Blase, 27 Prozent konstatieren nicht haltbare Niveaus an den Anleihemärkten. Die rekordniedrigen Leitzinsen und die Anleihekäufe der Federal Reserve haben dazu beigetragen, die Rendite der zehnjährigen Treasuries zu dämpfen, die in diesem Jahr unter der Marke von drei Prozent geblieben ist und am Donnerstag bei 2,79 Prozent lag.

An den weltweiten Aktienmärkten konstatieren nur 20 Prozent der Umfrageteilnehmer ein Blasenniveau, allerdings sehen weitere 45 Prozent die Kursniveaus in der Nähe eines solchen. Der MSCI World Index hat in den vergangenen zwölf Monaten 26 Prozent zugelegt und erreichte in dieser Woche den höchsten Stand seit 2007. Schwellenmärkte machen den Investoren dagegen weniger Sorgen. Hier sehen lediglich elf Prozent hohe Bewertungen, während 58 Prozent keine Blasenbildung erkennen.

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